Finanzminister Markus Söder (CSU) will den erwarteten Verkauf von Bayerns größter Wohnungsgesellschaft GBW innerhalb eines Jahres abwickeln und verspricht den 85.000 Mietern vollen sozialen Schutz. Den Wert der 33.000 Wohnungen taxierte Söder am Freitag auf "ein bisschen mehr als" 1,5 Milliarden Euro.
Söder will am kommenden Montag ein erstes Gespräch mit den Oberbürgermeistern von München, Nürnberg und anderen beteiligten Kommunen führen, an die Söder die GBW-Wohnungen am liebsten abgeben würde. "Wir verkaufen nicht ohne die Sozialcharta", betonte der Finanzminister. Die GBW-Charta schließt drei Dinge aus: Kündigung von Mietern über 60, die Umwandlung in Eigentumswohnungen und Luxussanierungen. Die Wohnungsgesellschaft gehört bisher zu 92 Prozent der BayernLB, die Bank muss die Wohnungen aller Voraussicht nach auf Anordnung der EU-Kommission verkaufen./cho/DP/he
AXC0155 2012-01-13/15:54
