WIEN (Dow Jones)--Positive Konjunkturdaten aus China, Deutschland und den USA haben am Dienstag am österreichischen Aktienmarkt für kräftige Gewinne gesorgt. Der ATX-20-Index kletterte um 1,4 Prozent oder 26 auf 1.950 Punkte. Für den breiter aufgestellten ATX-Prime-Index ging es um 1,3 Prozent bzw 13 auf 966 Zähler nach oben. Umgesetzt wurden 5,75 (Vortag: 3,30) Millionen Stück.
Global sorgten vor allem die Wirtschaftsdaten aus China für Kaufimpulse. Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt der mittlerweile zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt um 8,9 Prozent binnen Jahresfrist. Ökonomen hatten lediglich mit 8,6 Prozent gerechnet. Daneben überraschte der ZEW-Konjunkturindex aus Deutschland mit einem Rekordplus und schließlich übertraf der Empire-State-Index für das verarbeitende Gewerbe der Region New York in den USA die Markterwartungen. Dazu gesellten sich glatt verlaufene Emissionen spanischer und griechischer Anleihen, auch eine Platzierung von EFSF-Anleihen lieferte keine Sorgenfalten.
Gesucht waren vor allem konjunktursensitive Aktien sowie die Indexschwergewichte aus dem Bankensektor. voestalpine stiegen um 3,8 Prozent auf 25,41 Euro, Zumtobel verteuerten sich um 6,8 Prozent auf 12,86 Euro. Für Erste Group Bank ging es um 3,0 Prozent auf 13,55 Euro nach oben, Raiffeisen Bank International zogen um 1,3 Prozent auf 19,75 Euro an.
Am anderen Ende des Kurszettels fielen Schoeller-Bleckmann (SBO) um 0,5 Prozent auf 68,81 Euro. Der Umsatz des Ölfeldausrüsters ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 407,0 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern zog gar um 80 Prozent auf 77,0 Millionen Euro an. "Die Zahlen sind gut und übertreffen unsere sowie die Markterwartungen", sagt Analyst Sascha Berresch von Hauck & Aufhäuser. Angesichts der bereits hohen Bewertung verfüge die Aktie aber nur noch über begrenztes Aufwärtspotenzial.
DJG/jej/flf
(END) Dow Jones Newswires
January 17, 2012 12:19 ET (17:19 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

