Der als möglicher Käufer für den am Boden liegenden Kraftwerkbauer Solar Millennium gehandelte Industriekonzern Ferrostaal hat kein Interesse an einer Übernahme. Eine Sprecherin von Ferrostaal in Essen wies entsprechende Spekulationen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zurück. Ferrostaal galt als möglicher Käufer des Erlanger Unternehmens, nachdem der vorläufige Insolvenzverwalter von Solar Millennium von mehreren "in- und ausländischen Interessenten" gesprochen hatte.
Der seit längerem schwächelnde Solarthermie-Spezialist aus Franken hatte kurz vor Weihnachten einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem der Verkauf großer US-Projekte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte. Hinzu kamen Schwierigkeiten mit der Finanzierung eines Kraftwerks in Spanien.
Ferrostaal ist mit Solar Millennium über die gemeinsame Technologie-Tochter Flagsol verbunden, die auch Gründungsmitglied des Wüstenstromprojekts Desertec ist. Der Insolvenzantrag von Solar Millennium betrifft bislang jedoch ausschließlich die Muttergesellschaft, nicht die zahlreichen Gemeinschaftsunternehmen der Gruppe./eri/DP/wiz
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AXC0131 2012-01-17/12:38
