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Geldmengenwachstum im Euroraum schwächt sich unerwartet ab

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im Dezember überraschend weiter abgeschwächt. Wie die EZB berichtete, stieg das Geldmengenaggregat M3 gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 1,6 Prozent. Im November hatte die Rate 2,0 Prozent betragen. Volkswirte hatten im Mittel für Dezember eine Wachstumsrate von 2,1 Prozent prognostiziert.

Für den gleitenden Dreimonats-Durchschnitt wurde damit ein Wachstum von 2,1 Prozent ausgewiesen nach einem Plus von 2,5 Prozent in den drei Monaten per Ende November. Ökonomen hatten eine Wachstumsrate von 2,2 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vormonat sank M3 im Dezember um 0,5 Prozent, nachdem im November bereits ein Rückgang um 0,1 Prozent verzeichnet worden war.

Für die Dezember-Entwicklung der enger gefassten Geldmenge M1 wies die EZB eine jährliche Wachstumsrate von 1,6 Prozent aus, nach plus 2,1 Prozent im Vormonat. Für die viel beachtete Expansion der Buchkredite an den privaten Sektor wurde eine Verlangsamung auf eine Jahresrate von 1,0 Prozent verzeichnet. Im November war hier noch ein Wert von plus 1,7 Prozent gemeldet worden.

Der Bargeldumlauf verzeichnete laut EZB eine jährliche Wachstumsrate von 6,1 Prozent nach plus 6,5 Prozent im November, für die täglich fälligen Einlagen wurde ein Jahreswachstum von lediglich 0,6 Prozent ausgewiesen nach 1,2 Prozent im Vormonat. Das Wachstum der kurzfristigen Einlagen (ohne täglich fällige Einlagen) blieb mit 2,1 Prozent konstant. Die in M3 enthaltenen marktfähigen Finanzinstrumente schrumpften mit einer Jahresrate von 0,2 Prozent, nachdem im Vormonat noch eine Jahresexpansion von 1,1 Prozent verzeichnet worden war.

Wie die EZB im Rahmen ihrer monetären Analyse weiter berichtet, erhöhte sich die Jahreswachstumsrate der gesamten Kreditgewährung in der Eurozone im Dezember auf 1,0 Prozent von 0,8 Prozent im November.

Webseite: www.ecb.int 
 
   DJG/sgs/nas 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 27, 2012 04:30 ET (09:30 GMT)

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