Baden-Württembergs früherer
Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat der grün-roten
Landesregierung im Streit um den EnBW-Deal
Mappus betonte, er habe er sich bei der Entscheidung, das Milliarden-Geschäft ohne vorherige Zustimmung des Landtags abzuwickeln, nicht über den Rat seiner Anwälte hinweggesetzt. Im Regierungsbericht fehle eine entscheidende Mail, die beweise, dass die Stuttgarter Anwaltskanzlei Gleiss Lutz Ende November 2010 grünes Licht gegeben habe.
Die grün-rote Landesregierung hält Mappus dagegen vor, er habe
den Deal mit dem französischen Energiekonzern Electricite de France
(Electricite de France (EdF)
Der Bericht der Landesregierung legt nahe, dass Mappus das Geschäft am Parlament vorbei vollzog, obwohl ein Kompromiss mit der EDF angebahnt worden war und seine Anwälte mehrfach vor einer Umgehung des Landtags gewarnt hätten. Der CDU-Mann habe dies demnach überhört, weil er befürchtete, dass die EDF sonst die Anteile an dem Karlsruher Energiekonzern an einen anderen Bieter verkauft.
Die von Mappus nun erwähnte Mail der Kanzlei vom 30. November an
den Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley
Der Ex-Ministerpräsident wird voraussichtlich am 9. März als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss auftreten. Die nächste Sitzung ist bereits am 3. Februar./hot/DP/he
ISIN US6174464486 DE0005220008 FR0010242511
AXC0006 2012-01-29/14:07
