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DEVISEN/Schwache US-Konjunkturdaten belasten den Euro

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA treten Anleger die Flucht in den als sicher geltenden Hafen Dollar an. Der Euro gibt am Nachmittag um mehr als 1 Cent nach, gleichzeitig fällt er gegen den Yen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100. Ein unter den Erwartungen gebliebener Chicago-Einkaufsmanagerindex und ein schwächeres US-Verbrauchervertrauen führen zu einem Anstieg der Risikoaversion der Anleger.

Mit einem Stand von 60,2 im Januar nach 62,2 ist der Einkaufsmanagerindex zwar nicht wirklich schwach ausgefallen. Dennoch hat er die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Diese haben sich in den vergangenen Wochen an sich bessernde Konjunkturdaten aus den USA gewöhnt. Da passen schwächere Daten nicht ins Bild. Bereits am Freitag blieb das US-BIP für das vierte Quartal unter den Erwartungen. Per se sind die Daten aber kein Beinbruch. Mit Werten über 60 bewegt sich der Chicago-Einkaufsmanagerindex weiterhin auf einem hohen Niveau, gibt die Postbank zu Bedenken.

Vor Bekanntgabe der US-Daten hatte der Euro noch von der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den privaten Gläubigern und Griechenland über den Schuldenschnitt profitiert. Der griechische Regierungschef Loukas Papademos stellte auf dem EU-Gipfel in Aussicht, dass die diesbezügliche Hängepartie bei den Verhandlungen bis Ende der Woche abgeschlossen sein könnte. Dass ein Ausfall des Schuldners Portugal an den Kreditmärkten als immer wahrscheinlicher eingestuft wird, belastet den Euro momentan nicht.

Der EU-Sondergipfel zum Thema Schuldenkrise endete für die Devisenstrategen der Helaba ohne Überraschung. Nun müsse der Fiskalpakt in der Praxis beweisen, ob er seinen Namen verdiene. Eine endgültige Eindämmung der Schuldenkrise sei damit wohl nicht verbunden. Vertagt, delegiert und aufgeschoben, das sind für die Devisen-Strategen der Commerzbank die wesentlichen Ergebnisse der Pressekonferenz der Staats- und Regierungschefs der EU am Vortag.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.744 Dollar festgestellt nach einem Nachmittags-Fixing bei 1.729 Dollar am Montag.

=== 
               Europa        Europa        Europa 
               (Di.,17.33)   (Di., 12.25 ) (Di.,8.02) 
EUR/USD        1,3066        1,3194        1,3180 
USD/JPY         76,30         76,37         76,28 
EUR/JPY         99,70         100,86        100,55 
EUR/GBP        0,8292        0,8366        0,8376 
EUR/CHF        1,2037        1,2051        1,2053 
=== 
DJG/mpt/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 31, 2012 11:38 ET (16:38 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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