Aktien aus dem Stahlsektor haben am
Freitag wegen Gewinnmitnahmen und schwachen Vorgaben aus Asien
überwiegend zu den Verlierern gehört. Die Aktien ThyssenKrupp
Ein Börsianer wertete einen Bericht der "Financial Times
Deutschland" (FTD) über den unmittelbar bevorstehenden Verkauf der
Edelstahltochter Inoxum zwar positiv für die Aktien von
ThyssenKrupp. Demnach soll der Aufsichtsrat in der kommenden Woche
der Fusion mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu zustimmen. Ganz
überraschend sei das aber nicht, sagte ein Händler. Zugleich betonte
er, insgesamt wirkten sich schwache Zahlen von Nippon Steel
NIPPON STEEL MIT QUARTALSVERLUST
Nippon Steel war im Ende Dezember beendeten dritten Quartal in die Verlustzone abgerutscht und begründete dies mit schwächelnden Exporten sowie Abschreibungen wegen Wertberichtigungen. Der größte japanische Stahlproduzent kürzte im Zuge dessen seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr und rechnet nur noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Analyst Thanh Ha Pham von Jefferies betonte, er habe bereits mit den schwachen Abschneiden der Japaner gerechnet. Mit nachgebenden Stahlpreisen dürften die fundamentalen Aussichten im japanischen Stahlsektor langfristig unverändert bleiben, so der Experte. Allerdings seien viele Investoren im Sektor untergewichtet, fügte er hinzu. Sollte sich dies ändern, sei kurzfristig eine überdurchschnittliche Kursentwicklung möglich.
Nach dem Zeitungsbericht über den Verkauf von Inoxum hält
Analyst Rochus Brauneiser vom Analysehaus Kepler an seiner
Auffassung fest, dass eine Realisierung mit Outokumpu weniger
wertschaffend für ThyssenKrupp sein wird als eine mögliche
Zusammenlegung mit der früheren ArcelorMittal-Tochter
ISIN DE0007500001 DE0006202005 DE000KC01000
AXC0076 2012-01-27/11:35
