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aktiencheck.de/AktienCheck: Nur kurzfristiger Rückenwind für Nordex-Aktie durch Zahlen erwartet

Westerburg (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, 
stuft die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) von "akkumulieren" 
auf "halten" zurück. 
 
 
Nordex sei ein Entwickler und Hersteller von Windenergieanlagen. Die 
Gesellschaft sei in 34 Ländern aktiv und seit der Gründung 1985 würden sich 
inzwischen mehr als 4.600 Nordex-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung 
von zusammen über 7.100 Megawatt drehen. 
 
 
Nordex habe gestern vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 
veröffentlicht und dabei die Ende 2011 reduzierten Zielvorgaben erfüllt. 
Demnach sei es zu einem Umsatzrückgang um 5% auf 921 Mio. Euro gekommen, 
welcher vor allem auf Projektverschiebungen in Südeuropa und auf die relativ 
schwache Ausgangslage zu Beginn des Jahres zurückzuführen sei. Zwar sei das 
Umsatzvolumen in den USA verdoppelt worden, dies habe aber dennoch nicht die 
rückläufige Entwicklung in den anderen Regionen vollständig ausgleichen 
können. Ergebnisseitig sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und 
Einmalaufwendungen von +40,1 Mio. Euro auf -10,3 Mio. Euro zurückgegangen 
und das EBIT nach Einmalaufwendungen werde mit -29,7 Mio. Euro beziffert. 
 
 
Die Auftragseingänge hätten um 32% auf 1,1 Mrd. Euro zugelegt und der 
Bestand an fest finanzierten Aufträgen habe sich um 70% auf 698 Mio. Euro 
erhöht. Die Liquidität sei um 50% auf 212 Mio. Euro ausgeweitet worden und 
die Nettoverschuldung betrage 18,8 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr weise 
Nordex zwar eine negative operative Cashflow-Entwicklung von -43,3 Mio. Euro 
auf, positiv sei aber hervorzuheben, dass dieser in der zweiten Jahreshälfte 
mit +79,1 Mio. Euro deutlich positiv ausgefallen sei. 
 
 
Die Unternehmensführung von Nordex stelle für 2012 einen Umsatzanstieg auf 
1,0 bis 1,1 Mrd. Euro sowie eine EBIT-Marge von 1% bis 3% in Aussicht. 
 
 
Für die Analysten von AC Research sind die publizierten Vorabzahlen 
erwartungsgemäß ausgefallen. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen für 
den Windanlagenmarkt (Stichworte: Überkapazitäten, Preisdruck) sei Nordex in 
2011 in die Verlustzone gerutscht. Dem allgemeinen Preisrückgang in der 
Windindustrie habe die Unternehmensführung aber durch ein 
Kostensenkungsprogramm teilweise abfedern können. So habe die 
Rohertragsmarge weiterhin auf einem Niveau oberhalb von 25% gelegen. 
Gleichzeitig seien jedoch die Strukturkosten um 16,9% gestiegen. Positiv 
seien das Plus bei den Auftragseingängen, die Entwicklung in den USA sowie 
die Cashflow-Entwicklung in H2'2011 hervorzuheben. Die Entwicklung bei den 
neuen Aufträgen dürfte aber nicht überbewertet werden, da es für diese 
keinen genauen zeitlichen Rahmen gebe. 
 
 
Der Markt habe gestern positiv auf die Zahlen reagiert und zeitweise habe 
die Nordex-Aktie mit über 2% im Plus notiert. Scheinbar sei man schon damit 
zufrieden gewesen, dass der im November gesenkte Ausblick eingehalten worden 
sei, nachdem Vestas Wind Systems (ISIN DK0010268606/ WKN 913769) zuletzt 
sehr schwache Zahlen präsentiert habe. Auch wenn Nordex für 2012 wieder die 
Rückkehr in die Gewinnzone prognostiziert, fällt nach Meinung der Analysten 
von AC Research der Ergebnisausblick eher schwach aus. Daraus werde 
ersichtlich, dass vorerst mit keiner deutlichen Aufhellung der schwierigen 
Marktbedingungen gerechnet werde. Somit dränge sich vorerst kein Investment 
in die Nordex-Aktie auf, auch wenn diese fundamental günstig erscheine. 
 
 
Die Analysten von AC Research stufen die Nordex-Aktie zunächst auf "halten" 
zurück. (Analyse vom 29.02.2012) (29.02.2012/ac/a/t) 
 
 
 
 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 29, 2012 04:10 ET (09:10 GMT)

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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