WASHINGTON (Dow Jones)--Der oberste Währungshüter der USA hat die Politiker des Landes dazu ermahnt, die Fiskalpolitik auf den nachhaltigen Pfad zu bringen. Es müsse eine "Top-Priorität" für die politischen Entscheidungsträger sein, dass die Relation von Schulden und Nationaleinkommen stabil bleibe oder sogar zurückgehe, sagte Fed-Vorsitzender Ben Bernanke bei einer Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des US-Repräsentantenhauses. Als warnendes Beispiel verwies Bernanke auf die Schuldenkrise, die Europa seit mehr als einem Jahr zu schaffen macht. Wenn Investoren einer Regierung nicht mehr zutrauten, die Staatsfinanzen gut zu verwalten, dann könnten die Zinsen sehr schnell in die Höhe schießen.
Bernanke stimmte erneut einen eher pessimistischen Ton über die US-Wirtschaftsentwicklung an: Die Erholung verlaufe frustrierend langsam, die Verbraucher verspürten einen heftigen Gegenwind, während der Immobilienmarkt in der Depression verharre. Es werde eine lange Zeit dauern, bis der US-Arbeitsmarkt zu einer normalen Verfassung zurückfinde, sagte Bernanke. Die Schuldenkrise in Europa bleibe zudem ein Risiko für die US-Wirtschaftsaussichten.
DJG/DJN/apo
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February 02, 2012 10:25 ET (15:25 GMT)
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