euwax trends am nachmittag Donnerstag, 02. Februar 2012
Fed: Inflationsdruck hat nachgelassen
Erfreuliche Daten vom US-Arbeitsmarkt lassen Kurse weiter steigen
Nach den starken Kursgewinnen des gestrigen Tages legte der DAX heute Vormittag erst einmal eine Verschnaufpause ein. Das deutsche Börsenbarometer pendelte dabei im Bereich seiner Schlussnotierung von gestern (6.616 Punkte).
Am Nachmittag kamen dann aber entscheidende Impulse aus den USA. So beantragten in der vergangenen Woche rund 367.000 Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe. In der Woche davor waren es noch 379.000.
Zudem nahmen die Börsianer Äußerungen des Chefs der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke, mit Erleichterung zur Kenntnis. Demnach habe der Inflationsdruck nachgelassen. Die Fed hatte in der vergangenen Woche bereits angekündigt, dass der Leitzins noch bis mindestens 2014 nahe null Prozent bleiben dürfte. Dabei ließ er die Möglichkeit für weitere Lockerungen der Geldpolitik offen.
Der Dow-Jones-Index zeigte sich zu Beginn des Handels in New York mit einem leichten Zugewinn von 0,1 Prozent auf 12.725 Punkte behauptet. Der DAX notierte unterdessen bei 6.656 Zählern mit 0,6 Prozent im Plus. Die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer setzten nun mit Puts und Short-Zertifikaten wieder auf nachgebende Kurse des DAX. Der Euwax Sentiment Index lag jetzt bei minus dreißig Punkten.
Die Deutsche Bank musste im vierten Quartal 2011 Sonderbelastungen von rund 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. Dies führte letztlich zu einem Quartalsverlust vor Steuern von 351 Millionen Euro. Dennoch blieb für das Gesamtjahr 2011 ein Gesamtgewinn von 5,4 Milliarden Euro übrig. Damit steht das größte deutsche Kreditinstitut auch im internationalen Vergleich solide da. Die Aktie lag am Nachmittag bei 33,89 Euro mit 0,4 Prozent im Minus, nachdem sie gestern noch rund fünf Prozent an Wert gewonnen hatte. Die Privatanleger verhalten sich momentan recht zögerlich. Offenbar ist es für viele Marktteilnehmer schwierig, das Zahlenwerk der Deutschen Bank richtig einzuordnen.
Große Belastungen aufgrund mehrerer Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr das Nettoergebnis der Münchener Rück verhagelt. Dennoch waren die vorgelegten Zahlen besser, als Analysten dies im Durchschnitt erwartet hatten. Zudem soll die Dividente bei 6,25 Euro pro Aktie bestehen bleiben. Dies wird als Zeichen für das Vertrauen in die eigene Kapitalbasis und die Stärke der künftigen Ergebnisse gewertet. Die Aktie notierte heute Nachmittag bei 103,50 Euro mit 1,9 Prozent im Plus.
Die Analysten der Credit Suisse haben heute die Linde-Aktie mit \"outperform\" eingestuft. Die Experten erwarten vom Geschäftsfeld Industriegase stabile Erträge. Außerdem werteten sie auch den jüngsten Zukauf für die Gesundheitssparte positiv. Linde hatte Anfang Januar das Geschäft mit Beatmungs- und Schlaftherapie des US-Wettbewerbers Air Products in verschiedenen europäischen Ländern erworben. Die Linde-Aktie stieg um 1,0 Prozent auf 123,60 Euro.
Nach der Kaufempfehlung eines Börsenbriefes kauften Derivateanleger heute bevorzugt Knock-out-Calls auf K+S. Die Aktie notierte am Nachmittag bei 38,97 Euro mit 3,5 Prozent im Plus. Börse Stuttgart TV Seit mittlerweile fast zwei Jahren sorgen die US-Ratingagenturen um Standard & Poor's, Fitch und Co. immer wieder für Aufsehen an Europas Finanzmärkten - meist jedoch nicht wirklich für positives. Muss sich Europa endlich emanzipieren? Brauchen wir eine europäische Ratingagentur? Robert Halver von der Baader Bank und Ralf Wiedmann von der AdVertum Vermögensmanagement AG diskutierten darüber mit Hermann Kutzer bei Börse Stuttgart TV.
Interview hier abrufbar: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersestuttgarttv/boersestuttgart tv.html?vid =6699
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