New York (BoerseGo.de) - Der weltweit zweitgrößte Anbieter von Kreuzfahrten Royal Caribbean hat im vierten Quartal beim Gewinn die Analystenschätzungen überbieten können. Der Umsatz blieb leicht unter den Erwartungen. Aufgrund des Unfalls der "Concordia" zeigte sich der Konzern beim Geschäftsausblick vorsichtig und gab eine große Bandbreite an.
Der Gewinn betrug im vierten Quartal 36,6 Millionen US-Dollar oder 0,17 US-Dollar pro Aktie (Konsens: 0,15 US-Dollar je Anteilsschein), gegenüber 31,9 Millionen US-Dollar oder 0,15 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2010. Der Umsatz verbesserte sich auf 1,78 Milliarden US-Dollar (Konsens: 1,81 Milliarden US-Dollar), im Vergleich zu 1,6 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2010.
Die Havarie der "Costa Concordia" belastet den Ausblick des Konzerns. Die "Costa Concordia" lief Mitte Januar vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen. Von den mehr als 4.200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. 15 Menschen werden noch vermisst. Das Schiff gehört dem Konkurrenten Carnival.
Royal Caribbean erwartet im ersten Quartal weniger Buchungen. Der Gewinn könnte dabei um bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal sinken. "Es gibt eine große Unsicherheit. Es ist schwer zu sagen, wie sich das Unglück auf unser Geschäft auswirken wird", sagte Finanzchef Brian Rice.
Der Konzern erwartet für das erste Geschäftsquartal ein Ergebnis je Aktie von 0,10 bis 0,20 US-Dollar. Die Konsensprognose der Analysten liegt bei 0,24 US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2012 soll ein Ergebnis je Aktie von 1,90 bis 2,30 US-Dollar erreicht werden (Konsens: 2,97 US-Dollar je Aktie).
