FRANKFURT (Dow Jones)--Vor dem zweiten Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) Ende Februar bemühen sich Geschäftsbanken in schuldengeplagten Ländern des Euroraums um Sicherheiten, die sie bei dem Tender einreichen können. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dürften vor allem Banken aus Spanien, Portugal oder Italien und wohl auch Frankreich dabei auf die Beleihung von Einzelkrediten zurückgreifen.
Die EZB hatte im Dezember eine abermalige Lockerung des Sicherheitenrahmens beschlossen, da bei Banken in finanzschwachen Ländern die Pfänder knapp wurden. Dabei wurden auch die bislang sehr strengen Anforderungen an die Beleihung von Einzelkrediten gesenkt. Notenbanken, die solche Kredite als Pfand von ihren Banken annehmen, müssen dies allerdings auf eigenes Risiko tun und müssen die Konditionen für die Beleihung bei der EZB genehmigen lassen. Wie die FAZ berichtet, dürfte der EZB-Rat bei seiner Sitzung am kommenden Donnerstag über die eingereichten Programme entscheiden.
Unklar sei noch, welche Notenbanken dies Instrument nutzen wollen. Die Bundesbank habe bereits abgewunken, da die deutschen Banken nicht knapp an Sicherheiten seien. Dagegen seien Anmeldungen aus Ländern wie Spanien, Portugal, Griechenland, Italien und wohl auch Frankreich zu erwarten, berichtet die FAZ unter Berufung auf Notenbankkreise.
Die abermalige Lockerung der Sicherheitenrahmens - neben den geringeren Anforderungen an die Einzelkredite wurde auch das erforderliche Mindestrating bei Verbriefungen gesenkt - dürfte die Nutzung des neuen Dreijahrestenders stark beeinflussen. Im Umfeld der Bundesbank wird dem Bericht zufolge allerdings erwartet, dass die Nachfrage der Banken nicht die beim ersten Tender verzeichnete Summe erreichen wird. Bei dem ersten EZB-Tender mit einer Laufzeit von drei Jahren waren 489 Milliarden Euro zugeteilt worden.
DJG/sgs/hab
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February 03, 2012 03:02 ET (08:02 GMT)
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