LONDON (Dow Jones)--Die Wachstumsdynamik im deutschen Dienstleistungsbereich hat sich im Januar schwächer als erwartet entwickelt. Wie der Datendienstleister Markit in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, erhöhte sich der Index zum Vormonat um 1,3 Zähler auf 53,7 Punkte. Damit wurde der erste Ausweis, dessen Bestätigung die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte prognostiziert hatten, deutlich nach unten korrigiert. Zunächst war ein Januar-Stand von 54,5 Punkten gemeldet worden. Im Dezember hatte der Einkaufsmanagerindex bei 52,4 gelegen.
Indexstände über 50 zeigen eine Expansion des Sektors an, Stände darunter eine Schrumpfung.
Trotz dieses Dämpfers bei den Unternehmen des nicht-verarbeitenden Gewerbes hat sich die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres sehr belebt gezeigt. Die Commerzbank hat sich deshalb entschlossen, ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum anzuheben. Dafür sei auch der Dreijahres-Tender der Europäischen Zentralbank (EZB) mitverantwortlich, heißt es in einer Research-Note.
Für 2012 wird nun ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent prognostiziert, während zuvor eine Stagnation erwartet worden war. "Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Märkte mit Liquidität geflutet und damit die von der Staatsschuldenkrise ausgehende Unsicherheit verringert. Deutschland sollte an einer Mini-Rezession vorbeischrammen," sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Für den Euroraum wird weiterhin ein Rückgang des BIP um 0,4 Prozent prognostiziert.
DJG/DJN/chg/hab
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February 03, 2012 04:05 ET (09:05 GMT)
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