APA ots news: FPÖ-Obermayr: Deutsche Börse muss sich nach untersagter Fusion auf die Hinterbeine stellen
Eigenständigkeit von US-Finanzplätzen wahren, Europäische Transparenzstandards durchsetzen
Wien (APA-ots) - Scharf kritisiert wurde die Untersagung der geplanten Fusion der deutschen Börse mit der New Yorker NYSE Euronext. Wettbewerbskommissar Almunia sah die Gefahr einer Monopolstellung, da beide Konzerne als Marktführer am Markt für Finanzderivate auf Augenhöhe konkurrieren und eine Verschmelzung daher den Wettbewerb ausschalten würde. Binnenmarktkommissar Barnier führte dagegen ins Treffen, dass mit der Verhinderung einer Fusion auch ein starker Global Player verhindert würde, welcher sich gegen asiatische Konkurrenz behaupten hätte können.
"Bedenkt man die wachsende Bedeutung der asiatischen Finanzplätze ist Barniers Standpunkt durchaus nachvollziehbar. Dennoch spricht neben wettbewerbsrechtlichen Gründen einiges dafür, dass eine gewisse Eigenständigkeit des größten europäischen Börsekonzerns gegenüber den Finanzzentren jenseits des Atlantiks, wo die Wirtschafts- und Finanzkrise ja ihren Ausgang genommen hat, gewahrt bleibt", so der freiheitliche EU Mandatar Mag. Franz Obermayr.
Vielmehr solle sich die Frankfurter Börse - als europäischer Börsenkonzern Nummer 1- jetzt auf die Hinterbeine stellen und gemeinsam mit dem Gesetzgeber eigene, europäische Transparenzstandards durchsetzen. "Denn die Finanzkrise hätte zumindest früher erkannt werden können, wenn sämtliche diffuse Finanzprodukte, wie ungedeckte Leerverkäufe und OTC-Derivate, an einer transparenten und regulierten Börse gehandelt worden wären", so Obermayr abschließend.
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