Der Verhandlungsmarathon in Griechenland geht in die letzte Runde. Der bayrische Finanzminister Markus Söder hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk den Griechen den Austritt aus der Euro-Zone nahegelegt. "Die direkten Folgen für Deutschland wären wahrscheinlich beschränkt", so Carsten Brzeski, Volkswirt ING Belgium. "Aber die Ansteckungsgefahr von einem Austritt von Griechenland ist natürlich enorm hoch."
Wenn Griechenland sich wirklich dazu entschließen sollte, die Drachme wieder einzuführen, würde das Länder wie Spanien und Italien sofort in die Bredouille bringen, so Brzeski. Der ING-Volkswirt geht davon aus, dass der gesamte europäische Bankensektor dadurch Probleme bekommen würde und "dass wir wahrscheinlich eine Finanzkrise sehen würden, die stärker wäre als die 2008 nach dem Kollaps von Lehman-Brothers." Brzeski rechnet nicht mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone sondern dass die Verhandlungspartner sich in den nächsten Tagen einigen werden. "Natürlich ist auch ganz deutlich, dass es hier um mehr geht als nur den Schuldenschnitt", so Brzeski. "Es geht hier auch darum, dass die griechische Regierung neue Sparmaßnahmen annimmt, auch deutlich zeigt, dass sie überhaupt willens ist, um zu sparen, sodass dann auch die anderen europäischen Länder ein zweites Schuldenpaket schnüren können." Was der ING-Volkswirt zum Thema Rezessionsgefahr meint und mit welcher Entwicklung er bei den Aktienmärkten rechnet, erfahren Sie im Interview.
Hier geht's zum Video
Wenn Griechenland sich wirklich dazu entschließen sollte, die Drachme wieder einzuführen, würde das Länder wie Spanien und Italien sofort in die Bredouille bringen, so Brzeski. Der ING-Volkswirt geht davon aus, dass der gesamte europäische Bankensektor dadurch Probleme bekommen würde und "dass wir wahrscheinlich eine Finanzkrise sehen würden, die stärker wäre als die 2008 nach dem Kollaps von Lehman-Brothers." Brzeski rechnet nicht mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone sondern dass die Verhandlungspartner sich in den nächsten Tagen einigen werden. "Natürlich ist auch ganz deutlich, dass es hier um mehr geht als nur den Schuldenschnitt", so Brzeski. "Es geht hier auch darum, dass die griechische Regierung neue Sparmaßnahmen annimmt, auch deutlich zeigt, dass sie überhaupt willens ist, um zu sparen, sodass dann auch die anderen europäischen Länder ein zweites Schuldenpaket schnüren können." Was der ING-Volkswirt zum Thema Rezessionsgefahr meint und mit welcher Entwicklung er bei den Aktienmärkten rechnet, erfahren Sie im Interview.
Hier geht's zum Video
© 2012 Der Aktionär TV
