Dem Energieversorger Eon
Nach wie vor machen der Gasgesellschaft Eon Ruhrgas für sie
ungünstige - da an den steigenden Ölpreis gekoppelte -
Langzeitverträge mit Zulieferern zu schaffen. Bei der Eon-Tochter
werden aus diesem Grund für das abgelaufene Jahr Verluste erwartet.
"Mit einer Reihe von Produzenten haben wir bereits Ergebnisse
erzielt. Manchen Lieferanten fällt es leichter, die Veränderungen
nachzuvollziehen und anderen schwerer", sagte Vogg, auch
Vorstandsmitglied von Eon Ruhrgas. Insgesamt seien ein Drittel der
Verträge erneuert. Wie weit die Gespräche mit Gazprom
Im vergangenen Jahr sei in Deutschland unter anderem wegen der milderen Temperaturen 10 Prozent weniger Erdgas verbraucht worden. Dennoch sei es Eon gelungen, an Großkunden, also Industriekunden und Stadtwerke, die gleiche Menge Gas wie im Vorjahr abzusetzen. Gleiches gelte für das Großkundengeschäft mit Strom. Auch im laufenden Jahr sieht sich die Gesellschaft beim Strom- und Gasabsatz auf Kurs. Sie will künftig bei ihren Kunden punkten, indem sie ihnen bei ihren Verträgen mehr Flexibilität bei der abzunehmenden Menge und dem Zeitpunkt von Bestellungen einräumt.
Durch neue unkonvetionelle Fördermethoden sowie die Möglichkeit, Gas in verflüssigter, komprimierter Form per Schiff zu transportieren, hat es zuletzt ein deutliches Überangebot an Erdgas gegeben. Ungeachtet dessen rechnet Eon mit einem weltweit steigenden Verbrauch, vornehmlich dank einer großen Nachfrage aus Schwellenländern wie China und Indien. Moderates Wachstum sei aber auch in Europa zu erwarten und auch in Deutschland nimmt Erdgas nach Überzeugung des Managers weiter eine wichtige Rolle ein - etwa im Zuge der Energiewende, wo fossile Erzeugungskapazitäten einen Ausgleich zu den schwankungsanfälligen erneuerbaren Energien bilden sollen. Derzeit lohnten sich Investitionen in Gaskraftwerke betriebswirtschaftlich aber nicht, sagte Vogg, außerdem gebe es aktuell auch keinen Bedarf dafür./nmu /he
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AXC0197 2012-02-08/15:58
