Frankfurt (BoerseGo.de) - Der Streit zwischen Lufthansa-Personalvertretung und dem Management um einen möglichen Einsatz von Leih-Stewardessen spitzt sich zu. Streitpunkt sind Pläne der Lufthansa die Flugzeuge am Berliner Hauptstadtflughafen mit konzernfremdem niedriger bezahltem Personal zu besetzen.
Den Plänen zufolge sollen 200 Leiharbeiter der Zeitarbeitsfirma "Aviation Power" als Kabinenpersonal am Standort Berlin-Schönefeld eingesetzt werden. Die Lufthansa begründete dies mit dem "harten und sehr speziellen" Wettbewerb durch Billigfluganbieter in Schönefeld. Der Flughafen soll im Juni eröffnen.
Die Personalvertretung der Lufthansa sieht bei den Plänen des Managements ihre Mitbestimmungsrechte verletzt und hat deshalb eine Unterlassungsklage beim Arbeitsgericht in Frankfurt eingereicht. Eine erste Anhörung soll am 15. Februar in Frankfurt stattfinden, so Lufthansa- Betriebsrat Alexander Behrens. Zuvor wurde der Lufthansa bereits eine entsprechende Frist für eine außergerichtliche Einigung gesetzt, welche das Unternehmen aber verstreichen ließ.
Behrens zufolge, der ebenfalls Sprecher der Kabinengewerkschaft UFO ist, wird auch die Kabinengewerkschaft in den kommenden Tagen Klage einreichen. Die Gewerkschaft ver.di könnte ebenfalls gegen die Lufthansa klagen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, da ein rechtliches Gutachten derzeit noch aussteht, so eine ver.di-Sprecherin in Berlin.
