NEW YORK (Dow Jones)--Die Überschwemmungen in Thailand vom vergangenen Herbst hinterlassen weiterhin Spuren beim weltweiten PC-Absatz. Noch immer seien Computerkomponenten knapp, und daran werde sich bis deutlich ins Frühjahr hinein nichts ändern, erklärte ein Microsoft-Manager auf einer Investorenkonferenz. Besondere Engpässe gebe es bei Festplatten, stellte Investor-Relations-Manager Bill Koefoed fest.
Die Softwareschmiede hatte im vierten Quartal 2011 einen Rückgang des PC-Absatzes um 2 bis 4 Prozent verzeichnet. Besonders stark betroffen waren niedrigpreisige Netbook-Computer. Hier machte sich nicht nur der Engpass an Komponenten bemerkbar. Viele Verbraucher greifen inzwischen lieber bei modischen Tablet-Computern zu.
Auch die Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner sehen in naher Zukunft einen Abschwung am PC-Markt. Bis Ende März dürfte er um eine prozentual hohe einstellige Rate schrumpfen. Entsprechend revidierten beide Konsumforschungsfirmen ihre Zahlen für das Gesamtjahr. IDC war von einem Plus von 9,3 Prozent für 2012 ausgegangen, prognostiziert jetzt aber nur noch ein Wachstum von 5,4 Prozent auf 371 Millionen Geräte. Gartner hatte im September für den weltweiten PC-Markt ein Plus von 10,9 Prozent gesehen, sie erwartet nun nur noch eine Zunahme um 4,5 Prozent auf 369 Millionen Stück.
Da Microsofts Windows weiterhin das weltweit führende Betriebssystem ist, schlägt ein Absatzrückgang bei PC direkt auf den Umsatz des Unternehmens aus Redmond durch. Im Berichtsquartal per Ende Dezember 2011 sank der Umsatz der Windows-Sparte um 6,3 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar.
Manager Koefoed macht aber auch einen Lichtblick aus. In den Schwellenländern sei die PC-Nachfrage weiter hoch. Und die Staatsschuldenkrise in Europa habe das Investitionsverhalten bisher noch nicht nachhaltig beeinträchtigt.
Von Steven D. Jones, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 111; unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/axw/bam
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February 09, 2012 04:40 ET (09:40 GMT)
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