Der Konsumgüterhersteller WMF setzt vor allem aufs Auslandsgeschäft, um dieses Jahr die Umsatzmarke von 1 Milliarde Euro zu knacken. "Wir wollen rund 500 Millionen Euro im Ausland erlösen", sagte Vorstandschef Thorsten Klapproth am Donnerstag in Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa am Rande der WMF-Pressekonferenz zur Messe Ambiente. Die Konsumlaune habe dazu beigetragen, dass die Umsätze zu Beginn des neuen Jahres bereits zweistellig zulegten.
Die Umsatzmarke von 1 Milliarde Euro hatte das Unternehmen aus dem schwäbischen Geislingen bereits beinahe fast im abgelaufenen Jahr geknackt. Nach den vorläufigen Zahlen setzte es 980 Millionen Euro um, das waren neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Gewinn machte Klapproth zunächst keine Angaben - es sei aber klar, dass das Umsatzwachstum "ertragreich" gewesen sei.
Das WMF-Auslandsgeschäft legte 2011 um 16 Prozent zu. Besonders der Geschäftsbereich Tisch und Küche war erfolgreich - mit Erlösen von knapp 425 Millionen Euro. Sorgenkind bleiben die Elektrokleingeräte (Petra, Princess) - deren Erlöse schrumpften um drei Prozent auf 95,5 Millionen Euro.
Insgesamt liege nun besonderes Augenmerk auf China, sagte Klapproth der dpa: "Dort gibt es eine neue Mittelschicht, die zum Beispiel ihre neue Küche oft mit deutschen Elektrogeräten und dann auch mit Kochtöpfen und Besteck von WMF ausstattet." Guten Absatz finde WMF aber auch in Südkorea und sogar im Iran. Zudem präsentierte er Beispiele aus dem Hotelgeschäft, wo WMF etwa Luxusherbergen in Hongkong und Mekka mit Kaffeemaschinen ausstatten konnte./wag/DP/tw
AXC0181 2012-02-09/14:27
