Die teilverstaatlichte Commerzbank
Blessing verwies auf das schwierige Umfeld "mit niedrigeren Zinsen, einem eher verhaltenen Wirtschaftswachstum und einer noch nicht überwundenen Euro-Staatschuldenkrise". Vor allem in den Abbaubereichen der Commerzbank - dazu zählt vor die vor der Abwicklung stehende Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo sowie die Restrukturierungseinheit PRU - werde das Ergebnis von der Entwicklung der Krise abhängen. Blessing geht aber zumindest davon aus, dass die Belastungen aus der Schuldenkrise unter denen des Vorjahres liegen. 2011 hatte das Institut gut 2,2 Milliarden Euro auf griechische Staatsanleihen abgeschrieben. Nur durch Gewinne aus dem Rückkauf sogenannter Hybridanleihen konnte es einen Verlust verhindern.
Blessing bekräftigte, die Bank strebe nun für Jahr 2013 wieder
eine Dividendenzahlung an. Die Anteilseigner müssen seit der
Finanzkrise auf eine Dividende verzichten. Im vergangenen Jahr
mussten sie sogar frische Milliarden in die Bank stecken, damit
diese einen Großteil der in der Krise erhaltenen Finanzhilfen
zurückzahlen konnte. Die Aktie gehört seit Jahren zu den
schlechteste Werten im Dax
Die in der Finanzkrise vom Staat gerettete Bank hatte zuletzt ihre Ziele verschieben müssen. Zwar gelang es im vergangenen Jahr, einen Großteil der direkten Staatshilfe zurückzuzahlen. Dann schlug aber die Euro-Schuldenkrise zu und die Bank musste ihre Mittelfrist-Ziele samt Dividendenankündigung für 2012 kassieren. /enl/ben/wiz
ISIN DE0008032004
AXC0054 2012-05-23/10:05
