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Griechen bringen Aktien Wien zu Fall - Bankenwerte klar im Minus

WIEN (Dow Jones)--Der jüngste Akt im Drama um ein zweites Hilfspaket für Griechenland hat den österreichischen Aktienmarkt am Freitag auf Talfahrt geschickt. Ausgelöst wurden die Verluste vom Führer der rechts-populistischen Regierungspartei LA.O.S., Giorgios Karatzaferis. Dieser kündigte an, dem mit der EU, der EZB und dem IWF vereinbarten Sparprogramm nicht zuzustimmen. Dessen ungeachtet steht aber weiter eine rechnerische Mehrheit aus Sozialdemokraten und Konservativen. Die LA.O.S. kommt im 300 Abgeordnete zählenden Athener Parlament gerade einmal auf 16 Mandatsträger.

Vor diesem Hintergrund wurden an der Börse in Wien Gewinne mitgenommen. "Der ATX ist seit Anfang des Jahres gut 17 Prozent gelaufen", sagte ein Händler. Nun hätten sich einige Investoren ihre Gewinne gesichert. Der ATX-20-Index stürzte um 3,1 Prozent oder 71 auf 2.175 Punkte ab, der breiter aufgestellte ATX-Prime-Index gab 2,9 Prozent bzw 33 auf 1.072 Zähler nach. Umgesetzt wurden 7,20 (Vortag: 6,75) Millionen Stück.

Mit den wieder aufgekeimten Sorgen über eine ungeordnete Staatspleite in Griechenland gehörten die Bankenwerte zu den größten Abgebern. Raiffeisen Bank International sanken um 3,9 Prozent auf 27,19 Euro und Erste Group Bank büßten 7,0 Prozent auf 18,38 Euro ein. Der Stahlsektor wurde von einer negativen Branchenstudie von Nomura belastete. Die Analysten senkten das Sektorrating auf "Neutral" von "Bullish". Der Stahlsektor habe zuletzt deutlich zugelegt und sich von den Tiefs im November um rund 45 Prozent erholt, sagt Nomura. Die Analysten sehen daher kaum noch Kurspotenzial. voestalpine gaben daraufhin um 6,4 Prozent auf 25,59 Euro nach. Zu den ganz wenigen Gewinnern zählten Strabag, die um 0,2 Prozent auf 23,00 Euro zulegten.

DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 10, 2012 11:59 ET (16:59 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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