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Dow Jones News
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Griechenland-Turbulenzen sorgen für Abgaben an Wall Street

NEW YORK (Dow Jones)--Die negativen Nachrichten aus Griechenland am Freitag sorgen für nachgebende Kurse an Wall Street. Das angesichts der Verweigerungshaltung der griechischen L.A.OS-Partei gestiegene Risiko eines unkontrollierten Zahlungsausfalls der Hellenen drückt auf die Stimmung. Innerhalb der griechischen Regierung wächst zudem der Protest gegen die neuen Sparmaßnahmen. Weitere vier Kabinettsmitglieder traten zurück, nachdem am Tag zuvor schon der stellvertretende Arbeitsminister sein Amt niedergelegt hatte, heißt es laut einem Agenturbericht.

Bis 18.36 Uhr MEZ geht es für den Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent oder 117 auf 12.774 Punkte nach unten. Der S&P-500-Index gibt um 0,8 Prozent bzw 10 auf 1.342 Punkte nach. Der Nasdaq-Composite-Index verliert 0,6 Prozent bzw 19 auf 2.908 Punkte. Mit Bankenwerten und zyklischen Titeln stehen zum Wochenausklang vor allem die Outperformer der vergangenen Wochen unter überdurchschnittlichem Abgabedruck.

Ausgelöst wurden die Kursverluste vom Chef der rechts-populistischen L.A.OS-Regierungspartei, Giorgios Karatzaferis. Er kündigte an, dem mit EU, EZB und IWF vereinbarten Sparprogramm nicht zuzustimmen. Damit ist eine der Bedingungen für das zweite Hilfspaket nicht mehr erfüllt. Die Troika besteht darauf, dass sich die Parteien der Koalition verpflichten, auch nach der für April geplanten Parlamentswahl die Sparauflagen zu erfüllen. Rechnerisch steht derzeit aber noch eine klare Mehrheit hinter den Plänen, L.A.OS kommt nur auf 16 von insgesamt 256 Parlamentssitzen in Athen.

"Eine Einigung in Griechenland scheint nun wieder entfernt als noch am Vortag von vielen vermutet", so ein Teilnehmer. Auch das Ergebnis der ersten Umfrage der Uni Michigan zur Stimmung der US-Verbraucher im Februar enttäuschte. Überraschend sank der Index auf 72,5 von 75,0 Punkten im Januar. Volkswirte hatten auch für Februar mit 75,0 Punkten gerechnet.

Überdurchschnittlich hoch fallen die Verluste bei Finanzwerten und konjunktursensiblen Papieren aus: Alcoa fallen um 3 Prozent auf 10,32 Dollar und Bank of America verlieren 1,2 Prozent auf 8,09 Dollar.

Wer Aktien des Nobeljeans-Produzenten True Religion Apparel besitzt, der könnte den Glauben an die Börse verlieren. Um 23,4 Prozent bricht die Aktie auf 28,15 Dollar ein. Das Unternehmen will in diesem Jahr einen Gewinn von 1,88 bis 1,95 Dollar je Aktie erzielen. Diese Prognosespanne liegt rund ein Viertel unter der Konsensschätzung von Analysten von 2,37 Dollar.

Anders die Aktien des im Mai an die Börse gegangenen Business-Netzwerks LinkedIn: Sie ziehen um 17,4 Prozent auf 89,68 Dollar an. Mit einem Gewinn von 0,12 Dollar je Aktie hat das Unternehmen im vierten Quartal 2011 deutlich besser abgeschnitten als Analysten im Konsens von 0,07 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum vierten Quartal 2010 mehr als verdoppelt.

DJG/DJN/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 10, 2012 12:41 ET (17:41 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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