Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat eine schnellere Gangart bei der Energiewende in Berlin verlangt. "Wir brauchen die Grundentscheidungen noch in diesem Jahr", sagte Seehofer am Sonntag bei einem Besuch in der Schweiz. Am Donnerstagabend hätten die Unions-Ministerpräsidenten bei ihrer Routinebesprechung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber gesprochen. "Wir sind uns einig, dass wir aufs Tempo drücken müssen."
Seehofer nannte vier Punkte: Den Ausbau der Stromnetze, die Reduzierung der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien insbesondere für Solarstrom, die Verbesserung der Investitionsbedingungen für "grundlastfähige Energieträger" - in diesem Fall Gaskraftwerke - sowie Anreize zum Energiesparen. "Wir werden am 4. März in der Koalition darüber reden. Das sind alles Dinge, die nur der Bund regeln kann." Sorgen vor Stromausfällen wies Seehofer als unbegründet zurück.
Seehofer besuchte bei der ersten Schweiz-Reise eines bayerischen Regierungschefs das Wasserkraftwerk Linth-Limmern im Glarner Hinterland, wo eines der bisher größten europäischen Pumpspeicherkraftwerke geplant ist. Das Kraftwerk sei vorbildlich und professionell von der Planung bis zu Bürgerbeteiligung, sagte Seehofer. "Man kann nur lernen: ein Stück mehr Schweiz in Bayern."/cho/DP/nmu
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