Die zukünftige Eigentümerstruktur bei der
Container-Reederei Hapag-Lloyd nimmt offenbar Formen an: Die
Hansestadt Hamburg werde voraussichtlich größter Anteilseigner,
schreibt die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ('FAZ'/Montag) ohne
genaue Angabe ihrer Quellen. Die Hanseaten wollen nach Information
der Zeitung 420 Millionen Euro in die Hand nehmen, um dem
Reisekonzern Tui
Auch der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne ist dem Bericht zufolge bereit, seinen Anteil von derzeit 24,6 Prozent aufzustocken. Er wolle sich mit 160 Millionen Euro engagieren. Von den übrigen vier Hapag-Aktionären, die ihre Interessen gemeinsam mit Kühne und der Stadt im Albert-Ballin-Konsortium gebündelt haben, wollen zwei weitere Aktien übernehmen: Hanse-Merkur investiere 13 Millionen Euro und Signal Iduna 7 Millionen Euro. Insgesamt wollen sich Hamburg, Kühne und die beiden Versicherer also laut "FAZ" mit 600 Millionen Euro engagieren.
Auf diese Eckdaten haben sich das Ballin-Konsortium und die TUI den Informationen zufolge grundsätzlich geeinigt. Beschlüsse lägen aber noch nicht vor. Sie sollen jedoch möglichst noch vor der Tui-Hauptversammlung am Mittwoch gefasst werden, wie auch das "Hamburger Abendblatt" schon berichtete. Ein Tui-Sprecher bestätigte am Sonntag "fortgeschrittene Gesprächen mit dem Hamburger Konsortium", wollte aber nicht konkreter werden.
Die genauen Anteilsverhältnisse nach dem Teilverkauf sind dem Bericht zufolge noch unklar. Es sei aber aber zu erwarten, dass der Anteil der Tui an Hapag-Lloyd von derzeit 38,4 Prozent auf rund 20 Prozent sinke./nmu
ISIN DE000TUAG000
AXC0052 2012-02-12/19:34
