Auf Druck der EU-Kommission trennt sich die BayernLB von ihrer Wohnungstochter GBW. Die Landesbank bestätigte Informationen der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe), wonach sie den Verkauf der GBW mit rund 33.000 Wohnungen gestartet und die Investmentbank Lazard als Berater mandatiert hat.
Ausschlaggebend für den Verkauf ist laut FTD Brüssel: Die EU-Wettbewerbsbehörde verlange im Gegenzug für die Genehmigung von Beihilfen, dass sich die staatlich gestützte Bank von Randbereichen trennt und auf das Kerngeschäft konzentriert. Im Falle der BayernLB stehe eine Entscheidung zwar noch aus. Klar scheint aber, dass Brüssel wie in Stuttgart den Verkauf der Wohnungen verlange, schreibt die Zeitung. Wohnungsverkäufe sind jedoch fast immer ein Politikum - vor allem nach den Erfahrungen, die einige Kommunen mit Finanzinvestoren gemacht haben, die nach "Heuschrecken"-Manier nicht mehr ausreichend in ihre Bestände investiert haben. In der Finanzkrise gab es in Deutschland wenig große Wohnungsverkäufe, auch weil Finanzierungen knapp sind und Private-Equity-Fonds ihre Renditeziele nicht mehr erfüllt sehen./stk
AXC0275 2012-02-13/21:31
