FRANKFURT (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp AG will ihre neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA trotz der aus dem Ruder gelaufenen Baukosten vollständig hochfahren. Der Betrieb der Werke werde nach Inbetriebnahme optimiert, sagte CEO Heinrich Hiesinger in einer Telefonkonferenz. Die technische Inbetriebnahme des Stahlschlackenwerkes bei Rio de Janeiro sowie des Warm- und Kaltwalzwerks in Alabama solle im vierten Geschäftsquartal, also bis Ende September, abgeschlossen werden, bekräftigte Hiesinger. Darauf werde eine 18-monatige Phase folgen, in der der Betrieb optimiert werde.
Die Baukosten der beiden Werke sind auf mittlerweile knapp 10 Milliarden Euro gestiegen, und die Inbetriebnahme verläuft deutlich langsamer als ursprünglich erwartet. Dies sei teilweise auf technische Mängel und den schlechteren weltweiten Wirtschaftsausblick zurückzuführen.
Deutschlands nach Produktionsvolumen größter Stahlkonzern, der in der vergangenen Jahren mit neuen Fabriken in den USA und Brasilien über Europa hinaus expandierte, musste in vergangenen Geschäftsjahr massive Abschreibungen in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro buchen. Im Januar hatten deutsche Medien spekuliert, ThyssenKrupp könnte sich von dem Steel Americas-Geschäft trennen.
-Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha/jhe
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February 14, 2012 11:40 ET (16:40 GMT)
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