Palo Alto (BoerseGo.de) - Meg Whitman, die neue Chefin des Computerriesen Hewlett-Packard, konnte bei den ersten Quartalszahlen nach ihrem Amtsantritt die Investoren noch nicht verzücken. Der Gewinn fiel im ersten Quartal mit 0,92 Dollar je Aktie 5 Cent über den Konsensschätzungen der Analysten aus. Der Umsatz fiel gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 7,0 Prozent auf 30,04 Milliarden Dollar, was gleichzeitig unter den Analystenschätzungen von 30,75 Milliarden Dollar liegt. "Wir unternehmen die notwendigen Schritte, um unsere Effektivität zu steigern und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, um unsere Technologieführerschaft zu behaupten", so die neue Konzernlenkerin. Das Weihnachtsgeschäft verlief enttäuschend, selbst starke Preisnachlässe und neue ultradünne Laptops konnten das Interesse der US-Verbraucher nicht nachhaltig wecken. Die Umsätze der PC-Sparte verzeichneten im ersten Quartal einen Rückgang von 15 Prozent. Der Bereich IT-Dienstleistungen konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent zulegen.
Der Absatz in der Drucker-Sparte verringerte sich um 7 Prozent. Das Server-Geschäft verzeichnete ebenfalls ein Minus von 11 Prozent und die Speicher-Sparte verlor 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Software-Umsätze konnten dagegen um 30 Prozent zulegen. Im ersten Quartal hat das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 780 Millionen Dollar zurückgekauft. Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen einen Gewinn von 0,88 bis 0,91 Dollar pro Aktie in Aussicht, was unter den aktuellen Konsensschätzungen der Analysten liegt. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet das Unternehmen einen Gewinn von mindestens 4,00 Dollar je Aktie, die Mehrheit der Analysten geht aktuell von einem Gewinn von 4,10 Dollar je Aktie aus.
Die Aktie verliert nachbörslich aktuell 0,3 Prozent auf 28,80 Dollar.
