Die Wertpapierexperten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie des Mitbewerbers Raiffeisen Bank International (RBI) von 35,0 auf 36,0 Euro angehoben und gleichzeitig ihre Empfehlung "Buy" bestätigt. Die Erhöhung sei notwendig, da mit den positiven vorläufigen Zahlen fürs Gesamtjahr 2011 auch eine Dividende von 80 Cent je Aktie erwartbar sei, erklärte Analyst Günter Hohberger die optimistischere Preisschätzung.
Weiterhin mögliche Szenarien für die Erste Group-Experten sind jenes einer Umwandlung von privatem Partizipationskapital in Aktien oder eine Kapitalerhöhung von 750 Mio. Euro. Sollte eines der beiden eintreten hätte dies einen Abschlag von sieben Prozent auf das 12-monatige Kursziel zur Folge. Eine weitere Option sei eine Aufstockung des Kapitals um satte 1,5 Mrd. Euro, wovon dann 500 Mio. Euro zur Refinanzierung von Hybridkapital sowie als zusätzlicher Puffer im Falle gestiegener Risikoaktiva verwendet werden sollten, hieß es weiter. In diesem Falle stünde ein 13-prozentiger Abschlag aufs Kursziel an.
Im Gesamtjahr 2012 erwarte man nun schmälere Profite und einen im Jahresvergleich zwei Prozent geringeren Vorsteuergewinn. Als Gründe für diesen Ausblick werden eine ziemlich flache Entwicklung bei operativem Gewinn - inklusive eines 150 Mio. Euro hohen Gewinns aus einem Hybridkapitalrückkauf von 500 Mio. Euro - und operativen Ausgaben ebenso wie 4,6 Prozent höheren Risikoprovisionen angeführt.
Die Erste Group-Experten erwarten für 2011 und für 2012 eine Dividende je Aktie von je 0,80 Euro, 2013 soll sie mit 1,00 Euro ausfallen. Beim Gewinn je Papier errechneten sie 3,93 Euro für 2011, 4,01 Euro für 2012 und 4,76 Euro für 2013.
Am Vormittag notierte die Aktie der RBI an der Wiener Börse minus 2,06 Prozent bei 25,925 Euro.
Analysierendes Institut Erste Group
(Schluss) emu/bel
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