REALTECH AG: Vorläufige Zahlen zum Konzernabschluss 2011
REALTECH AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
28.02.2012 14:48
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REALTECH AG: Vorläufige Zahlen zum Konzernabschluss 2011 - Konzernumsatz leicht gemindert - Consultingerlöse bei 26,4 Mio. EUR - Softwaregeschäft mit 12,7 Mio. EUR - Betriebsergebnis auf 0,2 Mio. EUR gesunken - Konzernjahresergebnis von minus 1,4 Mio. EUR auf plus 0,8 Mio. EUR verbessert - Netto-Liquidität stark gestiegen
Walldorf, 28. Februar 2012. Die REALTECH AG erwirtschaftete nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2011 einen Konzernumsatz von 39,2 Mio. EUR (2010: 39,5 Mio. EUR). Dabei lagen die Consultingerlöse mit 28,4 Mio. EUR leicht unter auf Vorjahresniveau (28,6 Mio. EUR). Und auch das Softwaregeschäft erreichte mit 12,7 Mio. EUR nicht ganz den Wert aus dem Jahr 2010 (12,9 Mio. EUR).
Wir weisen darauf hin, dass die REALTECH AG am 14. Dezember 2010 ihre italienische Tochtergesellschaft REALTECH Italia S. p. A., Agrate Brianza (Mailand), veräußert hat. Am 28. Juni 2011 erfolgte der Verkauf der spanischen Tochtergesellschaft REALTECH system consulting S. L., Madrid im Rahmen eines Management-Buy-Out (MBO) durch die REALTECH AG. Aufgrund der Vorschriften nach IFRS werden die beiden Gesellschaft als 'Discontinued Operations' ('Aufgegebene Geschäftsbereiche') geführt. Dem gemäß sind die Zahlen für 2011 ohne REALTECH Spanien und die Zahlen für 2010 ohne REALTECH Spanien und ohne REALTECH Italien dargestellt.
Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel im Geschäftsjahr 2011 auf 0,2 Mio. (4,2 Mio. EUR). Damit minderte sich die EBIT-Marge von 11% auf 0%. Das EBITDA sank entsprechend von 5,3 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Zu dem Ergebnisrückgang haben der Umsatzausfall infolge der Erdbebenkatastrophe in Japan im ersten Halbjahr, eine Schwäche in Neuseeland, größere Sondereffekte durch Leerstände im REALTECH-Gebäude in Walldorf, die mangelnde Ertragskraft des Consultingsegments in Deutschland und allgemeine Restrukturierungskosten im Personalbereich beigetragen. Andererseits haben sich einige der für das vierte Quartal geplanten Software-Umsätze ins laufende Jahr 2012 verschoben, sodass ein größerer Kompensationseffekt durch dieses profitable Segment ausblieb. Zudem investierte REALTECH im Jahr 2011 erheblich in Forschung & Entwicklung, um die eigene Software theGuard! entsprechend dem Vermarktungsabkommen mit der SAP technologisch anzupassen.
Geprägt durch die Veräußerung der spanischen und der italienischen Tochtergesellschaft im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr verbesserte sich das Konzernjahresergebnis auf 0,8 Mio. EUR (minus 1,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend bei 0,15 EUR (minus 0,26 EUR). Die Netto-Liquidität kletterte auf 13,2 Mio. EUR (6,4 Mio. EUR).
4. Quartal 2011: Die Konzern-Erlöse gingen um 8% auf 10,6 Mio. EUR (Q4/2010: 11,5 Mio. EUR) zurück. Dabei stiegen die Consultingerlöse um 14% auf 7,1 Mio. EUR (6,2 Mio. EUR). Angesichts eines sehr starken letzten Quartals 2010 fielen die Softwareumsätze um 34% auf 3,5 Mio. EUR (5,3 Mio. EUR).
Das Betriebsergebnis (EBIT) mindert sich um 56% auf 1,0 Mio. EUR (2,4 Mio. EUR) und das EBITDA um 44% auf 1,5 Mio. EUR (2,7 Mio. EUR). Das Konzernjahresergebnis kletterte von minus 2,0 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR und damit das Ergebnis je Aktie von minus 0,37 EUR auf 0,11 EUR.
Ausblick Im laufenden Geschäftsjahr 2012 legt REALTECH im Segment Consulting den Fokus darauf, das Geschäft in Deutschland und USA durch organisches Wachstum und ein optimiertes Leistungsspektrum gezielt zu stärken. Die Gesellschaften in der Region Asia-Pacific haben bereits eine gute, marktadäquate Größe. Aufgrund der Nähe zu SAP kommt der deutschen Beratungsgesellschaft im REALTECH Konzern eine besondere Rolle als Ausbildungsstation und Know-how-Träger zu. Intensiver als bisher fördert das Unternehmen den internationalen Austausch und eine abgestimmte Ausbildung.
In der Software-Sparte stehen nach den Investitionen in die Produktentwicklung nun die vertrieblichen Tätigkeiten durch die neue Partnerschaft mit SAP im Vordergrund, um gemeinsam mit dem Walldorfer Konzern den geplanten Umsatz zu erzeugen. Gleichzeitig verbreitert REALTECH ihre geografische Präsenz für den Produktvertrieb durch die bereits zum 2. Januar 2012 erfolgte Gründung von REALTECH Nordic ApS in Kopenhagen. Ziel der Software-Sparte ist es, das internationale Produktgeschäft zu intensivieren - sowohl in neuen Ländern als auch in den bestehenden Landesgesellschaften.
Akquisitionen von Unternehmen, die über eigenes geistiges Eigentum auf Software oder sonstige Alleinstellungsmerkmale verfügen und die in die langfristige Portfolio-Strategie von REALTECH passen, schließt der Vorstand nicht aus.
Angesichts dieser Entwicklungen strebt der Vorstand im Jahr 2012 für den Konzern einen Umsatz von 45 Mio. EUR und ein EBIT von 3,7 Mio. EUR an.
Der Bilanzgewinn der REALTECH AG betrug im Geschäftsjahr 2011 3,4 Mio. EUR nach 0 Mio. EUR im Jahr 2010. Er wurde nachhaltig durch die Veräußerung der Beteiligung an der spanischen REALTECH-Gesellschaft, der Wertaufholung des Darlehens an die ehemalige, italienische REALTECH-Gesellschaft sowie durch das Beteiligungsergebnis geprägt.
Vorstand und Aufsichtsrat der REALTECH AG werden der Hauptversammlung, die am 22. Mai 2012 in Wiesloch stattfinden soll, vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 aus dem Bilanzgewinn der REALTECH AG eine Dividende von 0,30 EUR je Aktie auszuschütten. Dies entschieden beide Gremien mit ihren Beschlüssen vom 27. Februar 2012.
REALTECH veröffentlicht den endgültigen Konzernabschluss 2011 am 29. März 2012.
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28.02.2012 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de
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AXC0194 2012-02-28/14:48
