Die Analysten der Citigroup haben am Montag das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 20,00 auf 21,00 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung wurde unterdessen von "Buy" auf "Neutral" nach unten revidiert.
Positiv bewerten die Wertpapierexperten das solide Geschäft in Tschechien und der Slowakei. Außerdem befinde sich Österreich unter den wenigen europäischen Staaten, die noch über ein hohes Kredit-Rating verfügen, was die potenziellen Finanzierungskosten der Bank, im Falle eines Wiederaufflammens der Euro-Schuldenkrise, begrenze.
Als Risikofaktor heben die Analysten allerdings weitere Kapitalerfordernisse der Bank hervor. Demnach wird zur Erfüllung der Basel-3-Erfordernisse der Bedarf für neues Eigenkapital auf 857 Mio. Euro geschätzt. Zudem bleibe das politische Risiko in Ungarn, zumindest in der laufenden Legislaturperiode, beachtlich.
Vor diesem Hintergrund wurden die Gewinnschätzungen für 2012 um sechs Prozent angehoben und lauten aktuell auf 1,64 Euro je Aktie. Aufgrund der erwarteten Kapitalerfordernisse wurde für 2013 die Prognose von 3,04 auf 2,88 Euro je Aktie gesenkt. Im Folgejahr 2014 wird mit einem Gewinn je Aktie von 3,59 Euro gerechnet. Die Experten erwarten erst wieder im Jahr 2013 eine Dividende (0,70 Euro je Aktie). Für 2014 wird dann eine Ausschüttung von 0,80 je Papier gesehen.
Die Papiere der Erste Group notierten am Montagvormittag an der Wiener Börse mit einem Minus von 0,67 Prozent bei 18,50 Euro.
Analysierendes Institut Citigroup
(Schluss) teo
ISIN AT0000652011 WEB http://www.erstegroup.com
AFA0022 2012-03-12/11:48
ISIN: AT0000652011
