Der Mannheimer Energieversorger MVV sieht
sich auf der richtigen Seite der Energiewende. "Nachhaltigkeit ist
kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Zukunft, die es zu
gestalten gilt", sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Müller am
Freitag bei der Hauptversammlung in Mannheim. Die im SDax
Bis 2020 will die Unternehmensgruppe insgesamt drei Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme investieren. Bei den erneuerbaren Energien soll insbesondere die Windenergie an Land, die Nutzung von Biogas und die thermische Abfallverwertung ausgebaut werden. Dieter Tassler von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, "die Richtung stimmt. Die Frage ist, stimmt auch das Tempo."
Die Energiewende macht nach Ansicht von Müller auch eine Umgestaltung des Marktes notwendig. Die gesetzliche Preisvorgabe für Strom aus erneuerbaren Energien sei als Starthilfe unbestreitbar wichtig, so Müller. Langfristiges Ziel müsse es aber sein, auch die erneuerbaren Energien in die Märkte zu integrieren. Müller fordert dafür auch mehr Transparenz auf dem Energiemarkt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 steigerte die MVV den Umsatz in "teilweise turbulentem Umfeld" um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Mit 242 Millionen Euro blieb das bereinigte operative Ergebnis konstant. Der Hauptversammlung wurde eine Dividende von 90 Cent je Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttungssumme liegt bei 59,3 Millionen Euro. Die MVV rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem leichten Umsatzanstieg und unter anderem wegen des milden Winters mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses im einstelligen Prozentbereich./dau/DP/tw
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AXC0151 2012-03-16/14:31
