Das zum Verkauf stehende Immobilienunternehmen GBW hat dank geringerer Kosten im vergangenen Jahr mehr Geld verdient. Die BayernLB-Tochter mit rund 33.000 Wohnungen in München, Nürnberg und anderen bayerischen Städten verbuchte 2011 einen Gewinn vor Steuern (EBT) von 24,2 Millionen Euro, das sind gut 13 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Der Umsatz der GBW stieg leicht von 203,7 auf 205,3 Millionen Euro. Vor allem niedrigere Ausgaben für die Bewirtschaftung der Gebäude sowie gesunkene Verwaltungskosten hoben den Gewinn. Die BayernLB hält 92 Prozent an der GBW, soll sich auf Druck der EU im Rahmen ihrer Schrumpfkur aber von der Beteiligung trennen.
Der geplante Verkauf ist politisch umstritten, da der Freistaat als Eigner der Landesbank von den Kommunen erwartet, die GBW für etwa 1,5 Milliarden Euro zu übernehmen, was vor allem bei der SPD auf Kritik stößt. Finanzminister Markus Söder (CSU) erhöhte vor kurzem noch einmal den Druck und kündigte ein Bieterverfahren an, falls die Kommunen sich nicht mit der BayernLB auf einen Kauf einigen können. Dann wäre der Weg für einen privaten Investor frei.
Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) bekräftigte: "Ich persönlich glaube, dass es möglich ist, einen Investor zu finden, der den Mieterschutz akzeptiert", sagte Kreuzer der "Nürnberger Zeitung" (Mittwoch). "Zunächst werden wir im Interesse des Mieterschutzes Verhandlungen mit den Kommunen führen. Sollten wir hier nicht zügig zu einem Ergebnis kommen, kann auch ein Bieterverfahren notwendig werden. Die Regelungen zum Mieterschutz kann man einem Käufer übertragen und das werden wir auch machen."/sbr/cho/DP/stb
AXC0253 2012-03-20/17:53
