Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat entgegen der Konjunkturflaute 2011 sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich gesteigert. Aufgrund der Preis-vor-Menge-Strategie, erfolgreicher Akquisitionen und der Konzentration auf die Wachstumsmärkte wuchs der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 8,78 Milliarden Euro, wie das MDax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 25 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro und übertraf damit erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 13,1 Prozent nach 12,9 Prozent im Jahr zuvor. Überproportional zu Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen wuchs das Konzernergebnis. Mit 506 Millionen Euro liegt es um ein Drittel über Vorjahr. Daher schlägt der Konzern eine Erhöhung der Dividende um 21 Prozent auf 0,85 Euro je Aktie vor.
Auch das laufende Geschäftsjahr verspricht ein erfolgreiches zu werden, so der Vorstandsvorsitzende Axel Heitmann in der Pressemitteilung. "Wir gehen im ersten Quartal von einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 330 und 350 Millionen Euro aus. Damit werden wir den Spitzenwert des Vorjahres nochmals übertreffen", sagte er. "Wir bleiben weiter auf Wachstumskurs und sind auf gutem Weg, unser mittelfristiges Ergebnisziel von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2015 zu erreichen."
Dabei will Heitmann verstärkt auf Technologien für globale "Megatrends" setzen - wie zum Beispiel Mobilität. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Lanxess mit Produkten und Technologien für "Grüne Mobilität" einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro - rund 17 Prozent des Gesamtumsatzes. "Bis zum Jahr 2015 wollen wir dieses Volumen um 80 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro steigern", sagte Heitmann.
So profitiere beispielsweise das Segment Performance Polymers bereits 2012 von der positiven Nachfrageentwicklung für "Grüne Reifen". Unterstützend wirke dabei die neue EU-Kennzeichnungsrichtlinie, die im November 2012 in Kraft treten wird.
