Obwohl die fehlenden Nachhaltigkeit des hochinflationären Wachstumsmodells immer offensichtlicher wird, scheut die politische Führung die notwendigen Reformen und kümmert sich statt dessen um die Erschließung neuer Finanzierungsquellen – ohne Rücksicht auf Spätfolgen.
Der jüngste Coup ist die Gesetzesänderung zum Status der Zentralbank, die damit auch formal den Rest ihrer Unabhängigkeit verliert und dazu verdonnert wird, bis zu 20 Prozent der Staatsausgaben zu finanzieren und die Staatsschulden aus ihren Währungsreserven zu bedienen. Kaum überraschend, dass der Peso angesichts dieser Nachrichten seinen stetigen Abwärtstrend weiter fortsetzt. Welche Spätfolgen die massiven Eingriffe in die Wirtschaft inzwischen haben, zeigt sich beispielsweise auch im Ölsektor. Obwohl Argentinien über große Reserven an Kohlenwasserstoffen verfügt, die dem Land theoretisch Wohlstand sichern könnten, liegt der Sektor aus Mangel an Investitionen brach. Der wichtigste Grund dafür sind die sozialpolitisch motivierten Preiskontrollen, mit denen der Ölpreis im Inland seit Jahren auf 70 US-Dollar pro Barrel festgeschrieben wurde. Für die Exporte erhalten die Produzenten sogar nur 42 US-Dollar, den Rest vereinnahmt der Fiskus. Die Quittung ist eine rückläufige Produktion, seit 2001 ist die Förderung um fast ein Viertel auf 35 Mio. Kubikmeter zurückgegangen. Ob die nun angekündigte Anhebung des Exportpreises auf 63 US-Dollar ausreicht, um den Trend umzukehren, ist mehr als fraglich.
Der jüngste Coup ist die Gesetzesänderung zum Status der Zentralbank, die damit auch formal den Rest ihrer Unabhängigkeit verliert und dazu verdonnert wird, bis zu 20 Prozent der Staatsausgaben zu finanzieren und die Staatsschulden aus ihren Währungsreserven zu bedienen. Kaum überraschend, dass der Peso angesichts dieser Nachrichten seinen stetigen Abwärtstrend weiter fortsetzt. Welche Spätfolgen die massiven Eingriffe in die Wirtschaft inzwischen haben, zeigt sich beispielsweise auch im Ölsektor. Obwohl Argentinien über große Reserven an Kohlenwasserstoffen verfügt, die dem Land theoretisch Wohlstand sichern könnten, liegt der Sektor aus Mangel an Investitionen brach. Der wichtigste Grund dafür sind die sozialpolitisch motivierten Preiskontrollen, mit denen der Ölpreis im Inland seit Jahren auf 70 US-Dollar pro Barrel festgeschrieben wurde. Für die Exporte erhalten die Produzenten sogar nur 42 US-Dollar, den Rest vereinnahmt der Fiskus. Die Quittung ist eine rückläufige Produktion, seit 2001 ist die Förderung um fast ein Viertel auf 35 Mio. Kubikmeter zurückgegangen. Ob die nun angekündigte Anhebung des Exportpreises auf 63 US-Dollar ausreicht, um den Trend umzukehren, ist mehr als fraglich.
Eine aktuelle Einschätzung zur Börse Argentinien finden Sie unter www.aktien-global.de/investment-welt/amerika/aktienindex-argentinien-merval/
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