Robuste Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Ölpreisen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Erstmals seit drei Tagen wurden beim Rohöl wieder Gewinne verzeichnet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am frühen Abend 122,93 US-Dollar. Das waren 56 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg noch deutlich kräftiger um 1,46 Dollar auf 102,96 Dollar. Trotz der jüngsten Erholung bleiben die Notierungen auf Wochensicht deutlich im Minus - der Brentpreis büßte in den letzten zwei Tagen fast vier Dollar ein.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gaben den Ölpreisen am Nachmittag starken Auftrieb. Die Daten fielen zwar kaum besser aus als erwartet, doch vor dem am morgigen Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht standen die Zahlen bei Anlegern als Wegweiser besonders im Fokus.
Gestützt werden die Ölpreise aber auch von Meldungen aus dem Irak. Saboteure haben eine der beiden wichtigen Öl-Pipelines außer Betrieb gesetzt, die von der nordirakischen Stadt Kirkuk zum türkischen Hafen von Ceyhan führen. Der stellvertretende Direktor der staatlichen Nord-Ölgesellschaft, Hussein Ghulam, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Kirkuk: "Der Export über die türkisch-irakische Pipeline ist seit der Nacht wegen eines Sabotageaktes auf türkischem Gebiet unterbrochen."
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 121,94 Dollar. Das waren 1,01 Dollar weniger mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/ck
AXC0247 2012-04-05/19:35
