Der Kurs des Euro
"Eine Kombination aus Aussagen der US-Notenbank und einem starken Anstieg der Risikoaufschläge von Anleihen europäischer Krisenstaaten haben den Euro vor den Osterfeiertagen weiter unter Verkaufsdruck gesetzt", sagte Devisen-Experte Rainer Sartoris von der Privatbank HSBC Trinkaus. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die US-Notenbank einem neuen Kaufprogramm von Anleihen zur Ankurbelung der Wirtschaft eine Absage erteilt hat. Damit löste die Fed einen Höhenflug beim Dollar aus. Im Gegenzug geriet der Euro unter Druck, der über einen starken Anstieg der Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen weiter verstärkt wurde.
Für den Devisenmarkt ist die Handelswoche noch nicht beendet. Am Karfreitag steht mit dem US-Arbeitsmarktbericht noch ein Highlight auf dem Programm. Sollten die Daten unerwartet gut ausfallen, könnte der Euro vor den Osterfeiertagen sogar unter die Marke von 1,30 Dollar fallen. Dann rechnet Experte Sartoris in den kommenden Handelstagen mit einer Fortsetzung der Euro-Talfahrt. Im "Extremfall" könnte die Gemeinschaftswährung sogar auf ein Jahrestief in der Nähe der Marke von 1,26 Dollar sinken./he/ck
AXC0254 2012-04-05/20:52
