Die europäischen Stahlunternehmen bewegen sich nach Einschätzung von Jefferies in einem Markt mit fundamental schlechten Aussichten. Der Sektor bewege sich in einer Art "Gefangenendilemma". Kurzfristig sehen die Analysten um Seth Rosenfeld in einer Branchenstudie vom Dienstag aber bei einigen Werten Handelschancen.
In ihrer Ersteinschätzung haben die Experten nach ihrer
Präferenz abfallend geordnet Voestalpine
Angesichts der herausfordernden Märkte raten die Analysten zu defensiven Investments. Sie bevorzugen Anbieter von qualitativ hochwertigem Stahl, abgesichert mit langfristigen Verträgen und einer Diversifikation in den Investitionsgüter- oder Minenbereich. Auch Werte mit einem wachsenden Engagement in nicht-europäischen Endmärkten sehen sie relativ positiv. Dagegen würden hochverschuldete Anbieter, die von einer Markterholung abhängig sind, um ihre Bilanzprobleme zu kompensieren, gemieden.
Die Nachfrage in den Endmärkten habe sich noch nicht von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt und bleibe indes bestenfalls schwach. Generell sollte sich die Nachfrage nach hochwertigem Stahl für die exportorientierte Auto- und Maschinenbau-Industrie relativ gut halten. Das Angebot bleibe auch angesichts der Stahlschwemme seitens chinesischer Anbieter hoch. Auch die Kosten für das Rohmaterial dürften fundamental den Sektor weiter belasten./fat/ag
ISIN DE0007500001 DE0006202005 AT0000937503 LU0323134006 DE000KC01000
AXC0141 2012-09-04/15:10
