R. STAHL AG / R. STAHL legt Jahresabschluss 2011 vor: . Verarbeitet und übermittelt durch Thomson Reuters ONE. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Auftragseingang und Umsatz deutlich über Vorjahr - Einmalaufwendungen belasten Ergebnis - Positives erstes Quartal - Vorstand erwartet für 2012 weiteres Wachstum
Waldenburg, 18. April 2012 - R. STAHL verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatz einen deutlichen Zuwachs: Der Auftragseingang lag in 2011 bei 259,4 Mio. € (Vorjahr: 225,8 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von 14,9 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig hat der Waldenburger Explosionsschutz-Experte einen Konzernumsatz von 242,9 Mio. € (Vorjahr: 222,6 Mio. €) erwirtschaftet. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 65,6 Mio. € (Vorjahr: 47,7 Mio. €).
Das Wachstum schlug sich jedoch nicht in gleichem Maße auf das Ergebnis nieder, da das Unternehmen eine Reihe von Einmalaufwendungen zu verzeichnen hatte: Um den durch das stark gewachsene Systemgeschäft veränderten Strukturen gerecht zu werden, musste R. STAHL die Produktion in Waldenburg anpassen. Die dazu notwendigen Optimierungsprozesse haben Verzögerungen in der Auslieferung und Einmalkosten verursacht.
Weiterhin belastete die fortschreitende Integration der akquirierten Unternehmen das EBT. Insbesondere in Brasilien ist die Lage schwierig, weshalb der Vorstand beschlossen hat, außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen. Insgesamt minderte das brasilianische Engagement das Konzernergebnis um 2,8 Mio. €. Mit einem EBT in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €) erwirtschaftete R. STAHL damit 15,1 % weniger als im Vorjahr. Die EBT-Marge liegt mit 5,4 % vom Umsatz (Vorjahr: 6,9 %) immer noch auf einem guten Niveau.
Wachstumsstrategie erfolgreich fortgesetzt
Dennoch hat der Waldenburger Explosionsschutz-Experte seine Systemkompetenz weiter ausgebaut. Dank gestärkter Vertriebsstrukturen konnte das Wachstum vor allem in den Übersee-Märkten fortgesetzt werden. Besonders positiv entwickelte sich die Region Asien/Pazifik, wo das Bestellvolumen auf 51,3 Mio. € (Vorjahr: 34,1 Mio. €) anstieg. Das Geschäft in Amerika wuchs auf 36,5 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €). Aber auch in Deutschland und in Europa verzeichnet R. STAHL ungeachtet der europäischen Schuldenkrise einen Anstieg des Auftragseingangs auf 61,3 Mio. € (Vorjahr: 54,3 Mio. €) bzw. 110,3 Mio. € (Vorjahr: 106,5 Mio. €).
Das operative Wachstum zeigt, dass R. STAHL auf einem guten Weg ist. Folglich schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, die Dividende mit 0,70 € je Aktie auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Damit hält das Unternehmen an seiner kontinuierlichen Dividendenpolitik fest, und setzt ein Zeichen für Kontinuität und Stabilität.
Solide Kapitalsituation
Auch R. STAHLs Finanzierung steht weiterhin auf einer sicheren Basis: Das Eigenkapital (88,8 Mio. €) deckt die langfristigen Vermögenswerte (87,0 Mio. €) vollständig ab. Die liquiden Mittel betragen 15,2 Mio. € (Vorjahr: 19,6 Mio. €) und übersteigen die kurz- und langfristigen verzinslichen Finanzschulden um 3,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich von 43,9 % auf 44,7 % verbessert.
Um drohende Lieferengpässe aufgrund angespannter Beschaffungsmärkte erfolgreich zu vermeiden, nahm R. STAHL zur Vorratshaltung bewusst finanzielle Mittel in Anspruch. Nach der zwischenzeitlichen Beruhigung auf der Beschaffungsseite hat das Unternehmen damit begonnen, die Vorräte wieder abzubauen. Wegen des geringeren Jahresergebnisses und aufgrund dieser Vorsorgemaßnahmen fällt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 11,0 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr (19,0 Mio. €).
Erfreuliches erstes Quartal 2012
In den für R. STAHL relevanten Branchen zeigt sich ein positives Bild. Die internationale Chemieindustrie hat ihre Investitionen deutlich verstärkt. Das Wachstum der pharmazeutischen Industrie in Asien und Lateinamerika ist ungebrochen. Die Anlagenbauer für das internationale Öl- und Gasgeschäft haben eine Vielzahl von Projekten im Auftragsbestand. Folglich setzte sich die starke Nachfrage auch in den ersten drei Monaten 2012 fort. Gleichzeitig haben die eingeleiteten Optimierungsprozesse eine positive Wirkung. So verzeichnete der Konzern im ersten Quartal 2012 einen Auftragseingang von 80,0 Mio. € (Vorjahr: 59,1 Mio. €) und einen Umsatz von 65,5 Mio. € (Vorjahr: 58,7 Mio. €). Auf dieser Basis steigerte das Unternehmen das EBT auf 4,2 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).
Entsprechend zuversichtlich blickt R. STAHL in die Zukunft. Aus heutiger Sicht erwartet der Vorstand für 2012 einen Umsatz zwischen 250 Mio. € und 255 Mio. €. Auch beim EBT strebt das Unternehmen eine deutliche Steigerung an und rechnet mit einem Wert zwischen 14 Mio. € und 16 Mio. €, da eine Reihe von Einmalaufwendungen aus 2011 nicht mehr auftreten werden.
Das Geschäftsjahr 2011 in Zahlen:
| in Mio. € | 2011 | 2010 | Veränd. in % |
| Umsatz, gesamt | 242,9 | 222,6 | +9,1 |
| Deutschland | 59,7 | 51,5 | +15,9 |
| Europa ohne Deutschland | 112,3 | 107,7 | +4,3 |
| Amerika | 32,8 | 30,3 | +8,3 |
| Asien / Pazifik | 38,1 | 33,1 | +15,1 |
| Auftragseingang | 259,4 | 225,8 | +14,9 |
| Auftragsbestand | 65,6 | 47,7 | +37,4 |
| EBIT | 16,8 | 19,3 | -12,7 |
| EBIT-Marge (in %) | 6,9 | 8,7 | -1,8 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 13,1 | 15,4 | -15,1 |
| Jahresüberschuss | 8,9 | 10,5 | -15,1 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 1,51 | 1,77 | -14,7 |
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 11,0 | 19,0 | -42,1 |
| Liquidität | 15,2 | 19,6 | -22,4 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 44,7 | 43,9 | +0,8 |
| Dividende / Aktie (in €) | 0,70* | 0,70 | k.A. |
| Mitarbeiter per 31.12. (ohne Azubis) | 1.544 | 1.492 | +3,5 |
* Vorschlag an die Hauptversammlung
Das ausführliche Zahlenwerk und die genauen Erläuterungen zum Geschäftsjahr 2011 entnehmen Sie unserem Geschäftsbericht.
Die detaillierten Zahlen für das erste Quartal werden am 9. Mai 2012 veröffentlicht.
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Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg (Württ.)
Fon: 07942.943-4300, Fax: 07942.943-40 4300
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Source: R. STAHL AG via Thomson Reuters ONE
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