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Sky will Bundesliga-Rechtepaket auf breiter Front verwerten - EamS

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Bezahlsender Sky Deutschland sieht den hohen Kaufpreis von fast zwei Milliarden Euro für den Erwerb der Live-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga für 2013 bis 2017 laut einem Medienbericht als "strategische Investition". So wolle Sky nicht nur der Deutschen Telekom, sondern auch anderen Anbietern wie Vodafone, O2 oder dem Medienkonzern Axel Springer verschiedene Angebote für IPTV-, Mobilfunk- und Internet-Verwertungen machen, schreibt die Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" (EamS) unter Bezug auf informierte Kreise. Dabei soll es auch um komplett von Sky produzierte Programminhalte gehen.

"Sky ist jetzt das Tor, durch das alle Anbieter gehen müssen, wenn sie in diesem Wachstumsmarkt weiter eine Rolle spielen und die Bundesliga zeigen wollen", zitiert die Zeitung aus den Kreisen. Ein Sky-Sprecher wollte gegenüber dem Blatt keinen Kommentar abgeben. Die Deutsche Fußballliga hatte sich diese Woche mit dem Bezahlsender auf den Rechteerwerb geeinigt. Brian Sullivan, der Vorstandsvorsitzende des Senders, bekräftigte gegenüber EamS trotz des hohen Kaufpreises die Jahresprognosen: "Auch nach Abschluss des Vertrages halten wir unsere Gewinnprognosen aufrecht: Wir rechnen für 2012 noch mit einem geringeren operativen Minus, werden 2013 ein positives Vorsteuerergebnis erzielen und 2014 bereits einen größeren Gewinn", sagte Sullivan. Außerdem seien keine Preisanhebungen für die Kunden geplant.

Ein Sky-Sprecher ergänzte gegenüber EamS, bei der Refinanzierung setze man auf weiter starkes Kundenwachstum von mehreren hunderttausend Neukunden pro Jahr. "Außerdem wollen wir den durchschnittlichen Umsatz pro Kunden von derzeit 31 Euro pro Monat in den nächsten Jahren weiter steigern, beispielsweise durch HD-Angebote." Schließlich profitiere man auch von der sinkenden Kündigungsquote, die in den vergangenen Jahren bereits von 20 auf rund zehn Prozent (2011) gesenkt worden sei.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

April 22, 2012 07:13 ET (11:13 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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