Nach dem Rückzug des indischen Mitbieters
Tata ist der Deal nun perfekt: Der britische Telekom-Konzern
Vodafone
Die Offerte von 38 Pence je C&W-Aktie in bar stellt einen Preisaufschlag von 92 Prozent zum Kurs des Papiers vom 10. Februar dar. Dies war der letzte Tag vor Beginn des Bieterstreites, an dem auch Tata Communications teilgenommen hatte. C&W will seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots von Vodafone empfehlen. Am Freitag hatte die C&W-Aktie mit einem Abschlag von knapp sechs Prozent bei 32 Pence geschlossen.
Die Übernahme mache Vodafone zu einem führenden Komplettanbieter im Markt für britische Unternehmenskunden, sagte Vodfone-Chef Vittorio Colao. Neben dem Ausbau seines Wachstumskurses in Großbritannien werde das Unternehmen aber vor allem auch Kosten sparen können, sagte Nick Brown, Analyst bei Espirito Santo Investment Bank in London der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Mit einem eigenen Glasfaser-Netzwerk in Großbritannien wird
Vodafone nicht mehr gezwungen sein, Gebühren für die Nutzung der
Netze seiner Rivalen, etwa der BT Group
C&W unterhält das größte Glasfasernetz Großbritanniens. Nach der Abspaltung der Sparte von der Mutter Cable & Wireless Communications im Frühjahr 2010 war das Unternehmen angesichts rückgängiger Geschäfte im Festnetz-Bereich in schwierige Zeiten geraten. Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als C&W das erste Untersee-Kabel über den Atlantischen Ocean verlegt hatte. In Großbritannien besitzt das Unternehmen das größte Glasfaser-Netz für Unternehmenskunden./gri/fn/DP/zb
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AXC0153 2012-04-23/12:20
