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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== 

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Tokio und Schanghai bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen.

MÄRKTE AKTUELL (13.14 Uhr)

INDEX                   Stand      +-% 
Nasdaq-Future        2.728,50   +0,30% 
S&P-500-Future       1.396,80       0% 
Euro-Stoxx-50        2.322,67   -0,00% 
Stoxx-50             2.412,81   +0,11% 
DAX                  6.741,67   +0,03% 
FTSE                 5.761,38   +0,22% 
CAC                  3.238,01   +0,27% 
Nikkei-225           9.520,89   -0,43% 
EUREX                   Stand  +-Ticks 
Bund-Future            140,98      +17 
 
 

AUSBLICK AKTIEN USA

Wenig verändert werden die Indizes an den US-Börsen zum Start am Freitag erwartet. Die Bonitätsabwertung Spaniens durch Standard & Poor's dürfte für Vorsicht unter den Anlegern sorgen, heißt es. Zudem gelte es, die BIP-Daten für das erste Quartal zu verarbeiten, die vor Handelsbeginn veröffentlicht werden. Prognostiziert wird ein Plus von 2,6 Prozent nach 3,0 Prozent im Vorquartal. "Nachdem sich Bernanke zuletzt vorsichtig optimistisch geäußert hat, geht die Hoffnung dahin, dass sich das in den Zahlen der größten Volkswirtschaft der Welt widerspiegelt", sagt Marktstratege David Jones von IG Index.

Auf Unternehmensseite dürften Amazon gesucht sein, nachdem der Online-Einzelhändler nach Börsenschluss am Vortag mit seinem Quartalsausweis alle Erwartungen übertraf hat. Die Amazon-Aktie gewinnt in Frankfurt 15 Prozent. Expedia schnellen sogar um 18 Prozent nach oben. Auch hier wurden die Analystenprognosen deutlich übertroffen. Für Google geht es um 1 Prozent nach oben. Die US-Wettbewerbsaufsicht prüft weiter, ob sie ein Verfahren gegen den Internetgiganten anstrengt, wegen des Missbrauchs seiner Dominanz bei Anzeigen in Internet-Suchmaschinen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in Klammern):

13:00 Ford Motor Co, Ergebnis 1Q (0,36)

13:00 Merck & Co Inc, Ergebnis 1Q (0,98)

13:00 Procter & Gamble Co, Ergebnis 3Q (0,93)

14:30 Chevron Corp, Ergebnis 1Q (3,26)

Außerdem:

14:00 DE/Deutsche Börse AG, Analysten- und

Investorenkonferenz zum Ergebnis 1Q, Frankfurt

AUSBLICK KONJUNKTUR +

- US 
    14:30 BIP 1Q (1. Veröffentlichung) 
          annualisiert 
          PROGNOSE: +2,6% gg Vq 
          zuvor:    +3,0% gg Vq 
          BIP-Deflator 
          PROGNOSE: +2,2% gg Vq 
          zuvor:    +0,9% gg Vq 
    14:30 Arbeitskostenindex 1Q 
          PROGNOSE: +0,5% gg Vq 
          zuvor:    +0,4% gg Vq 
    15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität 
          Michigan April (2. Umfrage) 
          PROGNOSE:   75,7 
          1. Umfrage: 75,7 
          zuvor:      76,2 
 
 

FINANZMÄRKTE EUROPA

Die europäischen Märkte haben zum Mittag hin Anfangsverluste wieder wettgemacht. Eine Anleihe-Auktion in Italien ist reibungslos verlaufen und sorgt daher für Erleichterung. Die europäische Schuldenkrise hält die Börsen aber nach wie vor in Atem. Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um gleich zwei Stufen heruntergenommen und den Ausblick auf negativ belassen. Dem gegenüber steht als positiver Faktor, dass die niederländische Regierung nun doch eine Mehrheit für einen Spar-Haushalt erreicht hat. Hinzu kommt von europäischen Unternehmen eine ganze Reihe guter Zahlen. Der Euro profitiert von der gelungenen Auktion in Italien und ist wieder über 1,32 Dollar gestiegen. Der Chemiekonzern BASF hat sich im ersten Quartal gut geschlagen. Getrieben vom florierenden Öl- und Gasgeschäft sowie Pflanzenschutz wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Gewinnmitnahmen drücken den Kurs aber gegen den Markt um rund 1,5 Prozent nach unten. Bankenaktien legen ungeachtet der Abstufung Spaniens inzwischen zu, der Index gewinnt über 1 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  '+/- %   Fr,8.00 Uhr   Do,18.00 Uhr 
EUR/USD    1,3231   0,45%        1,3172         1,3229 
EUR/JPY  106,8059   0,51%      106,2674       106,9210 
EUR/CHF    1,2013  -0,03%        1,2016         1,2016 
USD/JPY   80,7290   0,07%       80,6750        80,7920 
GBP/USD    1,6223   0,38%        1,6162         1,6187 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Sowohl an den Börsen als auch am Devisenmarkt sorgte vor allem die Ausweitung der expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank (BoJ) für Kursausschläge, die sich im Handelsverlauf aber als nicht nachhaltig erwiesen. So machte der Index der Tokioter Börse zunächst einen Freudenhüpfer nach oben, rutschte dann aber wieder ab. Der Yen quittierte die etwas aggressiver als erwartet ausgefallene BoJ-Entscheidung mit einem kurzen Schwächeanfall, erholte sich aber rasch wieder. Die Kurse japanischer Staatsanleihen stiegen. Neben der Geldpolitik der BoJ hellten Rekordergebnisse von Samsung und weitere gute Quartalsergebnisse der Unternehmen die Stimmung auf. Etwas in den Hintergrund rückte die Rating-Abstufung Spaniens durch Standard & Poor's um gleich zwei Stufen. Diese machte sich am stärksten am Devisenmarkt bemerkbar. Der Euro fiel auf rund 1,3180 Dollar zurück, verglichen mit Ständen von 1,3240 vor Bekanntwerden der Nachricht am späten Vorabend gegen 23.00 Uhr MESZ. Der Yen rutschte nach der Meldung über die Maßnahme der BoJ zu Dollar und Euro nur kurz ab und erholte sich rasch wieder. In Seoul gewannen Samsung Electronics nach einem Rekordgewinn 2,5 Prozent.

CREDIT

Nach der überraschenden Rating-Abstufung Spaniens ziehen die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) auf breiter Front wieder an. Die Agentur Standard & Poors hatte Spanien von "A" auf "BBB+" gleich um zwei Stufen herabgestuft und den Ausblick auf negativ genommen. Die CDS für spanische Staatsanleihen legen um 18 Basispunkte zu, die Rendite zehnjähriger Anleihen springt auf rund 5,90 Prozent an und nähert sich damit wieder der kritischen 6-Prozent-Marke. Besonders kritisch beäugt wird die Einstufung der spanischen Bank Santander. Sie verfügt derzeit noch über ein Rating "A+" mit negativem Ausblick. Dass eine Bank gleich drei Rating-Stufen höher notiere als der zugehörige Staat sei nicht üblich, heißt es.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR

Bayer-Chef bleibt optimistisch

Dem Bayer-Vorstandsvorsitzenden ist um die Zukunft des Chemie- und Pharmakonzerns nicht bange. "Dank unserer Innovationskraft und der guten Position in den Wachstumsmärkten haben wir auch in Zukunft ein starkes Potenzial", erklärte Marijn Dekkers auf der Hauptversammlung des Unternehmens.

BASF-Chef erwartet anhaltend hohen Ölpreis

Der Chemiekonzern BASF geht nicht davon aus, dass der Ölpreis auf absehbare Zeit sinken wird. "Das ist derzeit nicht absehbar", sagte Vorstandsvorsitzender Kurt Bock auf der Hauptversammlung. Das Unternehmen gehe von einem anhaltend hohen, möglicherweise sogar weiter steigenden Ölpreis aus, erklärte der Manager.

Vorstandsrochade bei Allianz geplant - Zeitung

Oliver Bäte gilt als einer der potenziellen Nachfolger von Allianz-Chef Michael Diekmann. Offenbar soll der Vorstand für Controlling, Risiko und Bilanzierung nun die Chance bekommen, seine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Nach Informationen der Financial Times Deutschland aus Versicherungskreise plant die Allianz, ihm "in absehbarer Zeit" einen neuen Posten zuzuweisen. Dabei soll Bäte offenbar erstmals operative Verantwortung für einen Länderbereich erhalten.

Daimler steigert zum Jahresauftakt überraschend Gewinn

Daimler hat dank Sondereffekten und trotz massiver Investitionen zum Jahresauftakt überraschend den Gewinn gesteigert. Die anhaltend hohe Nachfrage aus China und den USA nach Autos und Lkw trieb die Verkäufe und Einnahmen an. "Wir konnten mit einem starken ersten Quartal ins neue Jahr starten", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche.

Daimler verlängert Vertrag mit Wolfgang Bernhard

Die Daimler AG bindet ihr Vorstandsmitglied Wolfgang Bernhard bis 2018 an das Unternehmen. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag des für Produktion und den Einkauf verantwortlichen Vorstands. Bernhard gehört dem Vorstandsgremium seit 2010 an.

Lufthansa prüft Zusammenlegung von Eurowings und Germanwings

Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa prüft, ihre beiden Töchter Eurowings und Germanwings zusammenzulegen. Ziel sei es, die Effizienz zu erhöhen und die Abstimmung zwischen den beiden Gesellschaften zu verbessern, sagte ein Lufthansa-Sprecher Dow Jones Newswires. Bei der möglichen Zusammenlegung schließt der DAX-Konzern Stellenstreichungen nicht aus.

Finanzministerium bereitet HRE-Verkauf vor - Zeitung

Das Bundesfinanzministerium bereitet den Verkauf des verstaatlichten Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate und seiner Töchter vor. Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung der Finanzmarktstabilisierungsanstalt (FMSA), die dem Bundesfinanzministerium unterstellt ist, würden drei bis zehn auf derartige Transaktionen spezialisierte Unternehmen gesucht - in der Regel sind das Investmentbanken, berichtete die Financial Times Deutschland ohne Nennung von Quellen.

HHLA und Deutsche Bahn tauschen Beteiligungen

Der Hafenbetreiber HHLA und die Deutsche Bahn geben ihre Kapitalverflechtung im Schienen-Containertransport auf. Die Hamburger Hafen und Logistik AG erhält dabei zwei kleinere Beteiligungen der Deutschen Bahn, die dafür ein Gemeinschaftsunternehmen komplett übernimmt. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Wacker Chemie spürt wieder starke Nachfrage nach Polysilizium

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 27, 2012 07:16 ET (11:16 GMT)

Beim Spezialchemiekonzern Wacker Chemie läuft das zuletzt strauchelnde Polysilizium-Geschäft wieder stark. Die Nachfrage habe sich in den ersten Monaten des Jahres "deutlich belebt", teilte der MDAX-Konzern mit. Die Absatzmengen im ersten Quartal liegen um knapp die Hälfte über denen des Vorjahres. "Gegenwärtig laufen alle Produktionsanlagen auf Volllast". Aus heutiger Sicht werde die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter robust bleiben.

Conti feiert auf Hauptversammlung gelungenen Jahresstart

Continental-Chef Elmar Degenhart hat auf der Hauptversammlung gute Nachrichten für die Aktionäre im Gepäck: Der Autozulieferer ist stark ins neue Jahr gestartet. Einnahmen und operativer Gewinn legten im ersten Quartal viel deutlicher als erwartet zu. Die Niedersachsen sehen nun die Weichen für eine Rückkehr in den deutschen Leitindex DAX gestellt.

Rheinmetall enttäuscht mit schwachem Rüstungsgeschäft

Belastet von einem schwächeren Rüstungsgeschäft als erwartet hat die Rheinmetall AG zum Jahresauftakt deutlich weniger verdient. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten des MDAX-Konzerns schmolz um gut 40 Prozent auf 27 Millionen Euro. Analysten hatten mit 38 Millionen Euro deutlich mehr erwartet. Beim Umsatz erreichten der Konzern mit 1,1 Milliarden Euro immerhin die Erwartungen.

Software AG sorgt trotz schwacher Zahlen für Erleichterung

Trotz eines insgesamt schwachen Jahresauftakts hat die Software AG mit ihren Ergebnissen großen Anklang bei den Anlegern gefunden. Bei einzelnen, aber dennoch wichtigen Aspekten konnte der Konzern positiv überraschen. Zudem scheint das schwache vierte Quartal abgehakt.

Airbus droht wegen Emissionshandel Verlust von Milliardenauftrag - Agentur

Der europäische Flugzeugbauer Airbus droht wegen des Streits um den CO2-Emissionshandel auf dem chinesischen Markt offenbar ins Hintertreffen zu geraten. Die Fluglinie China Eastern Airlines Corp habe vorerst einen Auftrag über 15 Airbus A330 vom Oktober auf Eis gelegt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Diese Order habe ein Volumen von 3 Milliarden US-Dollar.

Neckermann plant "Massenentlassungen" - Zeitung

Der zweitgrößte deutsche Versandhändler Neckermann plant einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge "Massenentlassungen". Die Stellenstreichungen will das ehemals zum Touristik- und Warenhauskonzern Arcandor gehörende Unternehmen dem Bericht zufolge am heutigen Freitag seinen etwa 2.500 Mitarbeitern mitteilen.

BG Group verkauft Flüssiggas-Terminal in Chile für 352 Mio USD

Der britische Öl- und Gaskonzern BG Group hat seine Beteiligung an einem chilenischen Flüssiggas-Terminal an den spanischen Energiekonzern Enagas verkauft. Insgesamt erhalten die Briten für 40 Prozent an der GNL Quintero SA 352 Millionen Euro, teilte die BG Group plc mit.

Eni profitiert von wieder anlaufender Ölförderung in Libyen

Der italienische Ölkonzern Eni hat im ersten Quartal von der höheren Ölförderung in Libyen und gestiegenen Preisen profitiert. Dank steigender Erlöse kletterte der Nettogewinn um knapp die Hälfte auf 3,6 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro zu.

Gazprom legt 2011 bei Gewinn und Umsatz kräftig zu

Der weltgrößte Gasproduzent Gazprom hat im vergangenen Jahr prächtig verdient. Der russische Vorzeigekonzern wies einen um 35 Prozent auf 1,31 Billionen Rubel, oder umgerechnet 33,8 Milliarden Euro, gesteigerten Nettogewinn aus. Auch bei den Umsätzen rollte der Rubel. Hier legte die Gazprom OAO auf 4,64 Billionen Rubel von 3,6 Billionen Rubel im Vorjahr zu.

Schwellenländer und Genzyme treiben Sanofi-Gewinn zum Jahresauftakt

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat seinen Gewinn zum Jahresauftakt kräftig gesteigert. Die Sanofi SA profitierte dabei von besseren Absätzen in den USA und den Schwellenländern sowie der erstmaligen Berücksichtigung von Genzyme in der Bilanz. Die Franzosen hatten den US-Biotechnologiekonzern im vergangenen Jahr übernommen.

Total warnt wegen Gaslecks vor Förderdelle - Gewinn bröckelt ab

Nach einem leichten Gewinnrückgang im ersten Quartal warnt der französische Energiemulti Total für das laufende Quartal angesichts von Gaslecks in der Nordsee und im Niger-Delta vor Förderrückgängen. Zugleich lasteten geplante Wartungsarbeiten auf dem Förderausblick, wie der französische Traditionskonzern anlässlich der Vorlage seines Quartalsergebnisses mitteilte.

===

DJG/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 27, 2012 07:16 ET (11:16 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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