-- ABB steigert Nettogewinn um 5 Prozent auf 685 Millionen Dollar
-- Umsatz legt um 6 Prozent auf 8,91 Milliarden Dollar zu
-- ABB erwartet für Gesamtjahr 2012 profitables Wachstum
(NEU: Operatives EBITDA, Auftragseingänge, Markteinschätzung)
ZÜRICH (Dow Jones)--Der Siemens-Wettbewerber ABB hat einen passablen Start in das laufende Geschäftsjahr hingelegt. Im ersten Quartal steigerte der Konzern sowohl Nettogewinn als auch Umsatz. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bröckelte dagegen leicht ab.
ABB profitierte vor allem von der gestiegenen Nachfrage der Stromversorger sowie von dem Bedarf nach Automationslösungen. Dabei glich ein gutes Nordamerikageschäft die Schwäche in Europa und China aus.
Der Nettogewinn der Schweizer kletterte um 5 Prozent auf 685 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten um 11 Millionen Dollar. Auch der Umsatz stieg stärker als erwartet. Er legte um 6 Prozent auf 8,91 Milliarden Dollar zu. Gleichzeitig fiel das operative EBITDA um 7 Prozent auf 1,228 Milliarden Dollar. Die Marge ging dabei um 1,8 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent zurück. ABB machte dafür vor allem Preisdruck verantwortlich. Kosteneinsparungen in Höhe von 260 Millionen Dollar hätten einem noch stärkeren Absacken entgegengewirkt.
Für das laufende Jahr zeigte sich die ABB Ltd zuversichtlich. CEO Joe Hogan erwartet für den Rest des Jahres ein profitables Wachstum.
Bei den Auftragseingängen legten die Schweizer um 2 Prozent zu. Hier litten die Order in Südeuropa und China, während sie in Nordamerika wuchsen. Besonders erfreulich verliefen die Autragseingänge bei den Dienstleistungen: Hier stand ein Plus von 9 Prozent zu Buche. Dienstleistungen stehen inzwischen für 20 Prozent der Gesamtaufträge. Das Management sieht sich auf gutem Wege, den stärkeren Fokus auf Dienstleistungen umzusetzen.
Die Einnahmen legten über alle Sparten hinweg zu. Dabei profitierte der Umsatz von der starken Auftragslage. Das Auftragspolster kletterte auf 29,9 Milliarden Dollar, damit befindet sich ABB nahe an seinem Rekordwert.
Bei den Analysten kam der Quartalsbericht gemischt an. "Eigentlich gar nicht so schlecht" seien die Ergebnisse von ABB, sagt Christoph Ladner von Kepler Capital Markets. Sie lägen über den Prognosen. Die Abschwächung auf dem chinesischen Markt treffe ABB zwar, dort sei das Unternehmen jedoch nicht so stark engagiert wie seine Wettbewerber. Besonders gut habe ABB dagegen in Amerika abgeschnitten. "Der amerikanische Markt kann die Schwäche in China definitiv kompensieren", sagt der Analyst.
Der Analyst Panagiotis Spiliopoulos von der Bank Vontobel hob dagegen auch die Schattenseiten hervor. Die Margen seien schwach ausgefallen, dies berge Enttäuschungspotenzial. Und auch der Ausblick sei eher verhalten. Aktien von ABB gaben am späten Vormittag um 2,6 Prozent auf 14,79 Euro nach.
DJG/hhb/axw/jhe
(END) Dow Jones Newswires
April 25, 2012 05:11 ET (09:11 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
