Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life
Trotz des Ergebnisses zeigte sich Swiss-Life-Chef Bruno Pfister mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. Insbesondere in strategisch wichtigen Geschäftsbereichen habe das Unternehmen seine Marktstellung gefestigt. Dem Konzern machte vor allem das internationale Geschäft zu schaffen. Zwar konnte das Unternehmen dank besserer Geschäfte bei Vollversicherungen und der betrieblichen Altersvorsorge im Heimatmarkt Schweiz (4,3 Milliarden Franken) und in Deutschland (453 Millionen Franken) bereinigt um Währungsschwankungen leicht zulegen. Das Geschäft in den außereuropäischen Ländern brach jedoch um 29 Prozent ein. Zum Gewinn machte der Versicherer keine Angaben.
Swiss Life macht derzeit wie der ganzen Branche das extrem
niedrige Zinsniveau zu schaffen. Dieses bringt die Marge der
Lebensversicherer unter Druck, da die Vorsorgegelder der Kunden
immer weniger Rendite abwerfen. AWD steckt seit Jahren unter anderem
wegen einer schief gelaufenen internationalen Expansion in der
Krise. 2010 konnte der Umsatzrückgang zeitweise gestoppt werden und
das Unternehmen kehrte in die schwarzen Zahlen zurück. Allerdings
halten sich nach Unternehmensangaben wegen der Schuldenkrise in
Europa viele Haushalte derzeit bei langfristigen Anlagen noch
zurück. 2011 hatte es zudem massive Vorwürfe wegen angeblich
überhöhter Berater-Provisionen gegen den MLP
ISIN CH0014852781 DE0006569908
AXC0071 2012-05-08/09:18
