BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich besorgt über die politische Entwicklung in Griechenland nach den dortigen Wahlen gezeigt. Vermehrt würden Stimmen laut, die vom vereinbarten Reformkurs Abstand nehmen wollten, sagte Rösler im Europa-Ausschuss des Bundestages. "Von daher muss man das durchaus mit Sorge betrachten, in welche Richtung sich Griechenland da entwickelt", erklärte Rösler. Die Entwicklung sei "nicht gerade ein Ausdruck dafür, dass es nach einer Regierungsbildung noch einmal einen Reformschub geben wird".
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor am Mittwoch allgemein auf die Einhaltung der im Euroraum getroffenen Verabredungen gepocht. "Wir müssen uns im Euroraum an die vereinbarten Regelungen und Vereinbarungen halten", hatte Merkel nach einem Treffen mit dem slowenischen Ministerpräsidenten Janiz Jansa gesagt und gefordert, es müssten sich alle daran halten, was zwischen 25 Ländern verabredet worden sei.
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Georg Link, hatte in dem Ausschuss auf einer Einhaltung der getroffenen Verträge durch Griechenland bestanden, jedoch auch betont, die Bundesregierung wolle das Land nicht aus dem Euro drängen. "Niemandem ist gedient, wenn Griechenland aus dem Euro gedrängt wird, wenn Griechenland in eine noch schwierigere Lage gedrängt wird", hatte er gesagt.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires +49 (0)30 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/apo
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May 09, 2012 11:59 ET (15:59 GMT)
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