MÜNCHEN--Die Bad Bank der vom Staat geretteten Hypo Real Estate hat im vergangenen Jahr einen hohen Milliardenverlust geschrieben. Das Minus der FMS Wertmanagement summiert sich auf fast 10 Milliarden Euro. Der immense Fehlbetrag muss praktisch vom Steuerzahler ausgeglichen werden, da das Institut dem Bankenrettungsfonds SoFFin gehört.
Belastet haben vor allem Abschreibungen auf das Griechenland-Portfolio. Diese waren nach dem angeordneten Schuldenschnitt im Oktober 2011 notwendig geworden. Allein die Risikovorsorge aus dem Griechenland-Engagement der Bad Bank beläuft sich auf 8,9 Milliarden Euro. Insgesamt belief sich die Risikovorsorge auf rund 10,3 Milliarden Euro. Die restliche Vorsorge wurde für Derivate sowie die Einzelwertberichtigung auf Kredite vorgenommen.
"Bei einer Risikovorsorge dieses Ausmaßes treten Erfolge bei der Abwicklung des Portfolios leider in den Hintergrund", sagte Vorstandssprecher Christian Blum bei der Pressekonferenz am Dienstag.
Im Oktober 2010 hatte die Hypo Real Estate insgesamt 176 Milliarden Euro an toxischen Wertpapieren bei ihrer Bad Bank abgeladen. Darunter waren auch griechische Anleihen und Kredite in einer Höhe von rund 9 Milliarden Euro. Inzwischen wurde das Portfolio auf 160,7 Milliarden Euro abgebaut.
Für 2012 erwartet die FMS Wertmanagement ein deutlich verbessertes Ergebnis. Die Wertentwicklung des Portfolios hänge allerdings stark von der Marktentwicklung ab.
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July 03, 2012 05:19 ET (09:19 GMT)
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