Der Motorenbauer Deutz
Anlaufkosten für ein neues Gemeinschaftsunternehmen in China
drückten auf den Gewinn des Motorenbauers. Dahinter stecken vor
allem 3,9 Millionen Euro Anlaufkosten für das Joint Venture mit
Bosch zur Abgasnachbehandlung. Zudem drückten Wartungsarbeiten an
einer Produktionslinie im Stammwerk in Köln auf das Ergebnis. Der
Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 10,3 Millionen Euro gut 43
Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Beim Konzernüberschuss war es
mit 6,3 Millionen Euro sogar weniger als die Hälfte (VJ 13,7). Damit
lagen die Zahlen ausgenommen vom Umsatz unter den
Analysten-Schätzungen. An der Börse lagen die im MDax
Ein starker Absatz in Nordamerika habe die Rückgänge im schwächelnden Europa ausgeglichen, hieß es laut Mitteilung. In der Region Amerika konnte der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 53 Millionen Euro zulegen, in Europa ging er um sechs Prozent auf 250 Millionen Euro zurück. Die Abschwächung in der weltweiten Autonachfrage zeigte sich auch bei Deutz, lediglich in den Anwendungsbereichen Mobile Arbeitsmaschinen und Service stiegen die Erlöse.
In China drückte neben Anlaufkosten auch die schwächere
Geschäftsentwicklung auf das Ergebnis. China ist ein Hoffnungsträger
für die Zukunft des Konzerns, doch die Abkühlung des
Wirtschaftswachstums bremst die Nachfrage nach Dieselmotoren und
Baumaschinen. Mittlerweile betreibt der Konzern in dem
Wachstumsmarkt zwei Gemeinschaftsunternehmen, ein drittes soll bald
hinzukommen, um in Zukunft mit China mitzuwachsen. Mit dem
Großeigner und Großkunden Volvo
Den Ausblick behielt das Unternehmen bei. Demnach sollen im Gesamtjahr ein Umsatz auf Vorjahresniveau und eine EBIT-Marge von sechs Prozent herauskommen. "Auch die mittelfristigen Aussichten für weiteres profitables Wachstum, insbesondere in den Emerging Markets, sind positiv", sagte Vorstandschef Helmut Leube./men/stb/stk
ISIN DE0006305006
AXC0137 2012-05-10/09:53
