Heideldruck-Chef Bernhard Schreier sieht
sein Unternehmen bei der Branchenmesse Drupa im Aufwind. Für die
ganze Branche sehe es besser aus als zuvor. "Die Messe markiert
einen Höhepunkt, aber auch danach sollte die Nachfrage größer sein
als vorher", sagte der Chef der Heidelberger Druckmaschinen AG
Die meisten Bestellungen auf der Messe kamen für Heideldruck bislang aus China, gefolgt von Deutschland, den USA, dem Nahen Osten und Japan. Für drei Viertel der Messeaufträge stehe auch schon die Finanzierung über die Hausbanken der Kunden, sagte Schreier. Westliche Druckereien, die auch in China produzierten, fragten für ihre Standorte in Fernost zunehmend hochautomatisierte und hochproduktive Maschinen nach. "Die Verpackungen westlicher Kosmetikfirmen sind in China genauso anspruchsvoll und wertig wie hierzulande - entsprechend leistungsfähig müssen die Druckmaschinen sein", erläuterte Schreier.
Für die Druckmaschinenbauer ist die alle vier Jahre stattfindende Drupa ein wichtiger Stimmungstest. Vor der 14-tägigen Fachmesse hatte in der Branche die Skepsis überwogen. Insbesondere die Staatsschuldenkrise macht den Herstellern zu schaffen, da die überwiegend mittelständischen Druckereien Probleme mit der Finanzierung von größeren neuen Maschinen haben. Die Pleite des Konkurrenten Manroland spielte Heideldruck in die Hände. "Wir werden 50 bis 100 Millionen Euro an Jahresumsatz abschöpfen", sagte der Konzernchef.
Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller hat wie seine Konkurrenten in den vergangenen Jahren harte Sparprogramme durchgezogen. Im November hatte Schreier erneut angekündigt, den Konzern nach Einsparpotenzialen zu durchforsten, um künftig schon bei weniger als 2,4 Milliarden Euro Umsatz Gewinne zu schreiben und im nächsten Geschäftsjahr auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Heideldruck das
Gewinnziel wegen der Insolvenz von Eastman Kodak
ISIN DE0007314007
AXC0033 2012-05-14/08:08
