In Griechenland drohen Neuwahlen, falls Staatspräsident Karolos Papoulias es weiterhin nicht schafft, die wichtigsten Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung einzuschwören. Diese sind sich zwar grundsätzlich einig, dass Griechenland in der Eurozone bleiben soll. Die kleine Partei Demokratische Linke machte eine Beteiligung an der Regierung aber erneut davon abhängig, dass diese auch die Linken Radikalen einschließt. Diese haben am Sonntag aber die Bildung einer breiten Koalition in Griechenland abgelehnt und fordern das Einfrieren aller Sparmaßnahmen. Die Hängepartie belastete nicht nur die europäischen und asiatischen Aktienmärkte, sondern auch den Euro, und ließ die Renditen für die Staatsanleihen der südeuropäischen Länder der Eurozone steigen. Die Aktien von JPMorgan waren zunächst der größte Verlierer im Dow Jones. Sie gaben gut 2,5 Prozent auf 36,06 US-Dollar ab, nachdem Zeitungen unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet hatten, dass der Abgang von drei ranghohen Managern aus der Investmentsparte erwartet werde. Diese hatte mit ihren Finanzwetten binnen sechs Wochen rund zwei Milliarden Dollar verloren und damit die Reputation der größten US-Bank schwer beschädigt. Am vergangenen Freitag waren die Aktien deshalb um mehr als neun Prozent eingebrochen. Unser Korrespondent Manuel Koch berichtet über das aktuelle Marktgeschehen in den USA.
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