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TAGESTHEMA
Die Geschäfte der US-Einzelhändler dürften im April nur minimal besser gelaufen sein als im März. Volkswirte rechnen im Mittel mit einer Steigerung der Umsätze um 0,1 Prozent zum Vormonat. Selbst ohne den im April gut gelaufenen Auto-Absatz sollte der Zuwachs aber ziemlich genau in diesem Bereich liegen. Die Einzelhandelsumsätze sind in den ersten drei Monaten des Jahres ziemlich kräftig gestiegen, auch weil die Preise an den Zapfsäulen deutlich nach oben gegangen waren. Dieser Trend hat sich nun verlangsamt. "Von den Tankstellen dürfte für die nominalen Daten diesmal keine Unterstützung gekommen sein, und wahrscheinlich gab es einen Rückschlag bei den Käufen von Baumaterialien", sagte BHF-Bank-Volkswirt Peter Meister. Der Verkauf von Baumaterialien war im März um 3,0 Prozent geklettert und hatte einen wichtigen Beitrag dazu geliefert, dass die Umsätze insgesamt um 0,8 Prozent zulegen konnten.
AUSBLICK KONJUNKTUR
-US
14:30 Verbraucherpreise April
PROGNOSE: 0,0% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
14:30 Einzelhandelsumsatz April
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
14:30 Empire State Manufacturing Index Mai
PROGNOSE: 9,30
zuvor: 6,56
16:00 Lagerbestände März
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: +0,6% gg Vm
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.338,90 +0,36% Nasdaq-Future 2.593,75 +0,34% Nikkei-225 8.894,96 -0,88% Hang-Seng-Index 19.788,97 +0,27% Shanghai-Composite 2.361,23 -0,82% Kospi 1.899,12 -0,76% S&P/ASX 200 4.267,00 -0,70%
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Die Mehrheit der asiatischen Aktienmärkte verzeichnet am Dienstag Kursverluste. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Griechenland die Eurozone verlässt, nachdem Koalitionsverhandlungen zu Wochenbeginn abermals gescheitert sind. Die Ungewissheit um die Zukunft Griechenlands belastet auch den Euro und die Rohstoffpreise. Viele Anleger halten sich auch in Erwartung des Euro-Finanzministertreffens und des deutsch-französischen Gipfels zurück. Der Rückgang der Rohstoffpreise zieht auch die Aktienkurse rohstoffnaher Unternehmen nach unten. In Sydney verlieren unter anderem Rio Tinto rund 2 Prozent. In Tokio geben die Aktien des auch im Rohstoffhandel tätigen Handelshauses Mitsubishi Corp um etwa 2 Prozent nach. Die Papiere der Reederei Kawasaki Kisen Kaisha verbilligen sich um über 6 Prozent. Nikon verlieren rund 3 Prozent. Das Unternehmen hängt stark vom Export in die Eurozone ab. Gesucht sind ferner Aktien des Telekommunikationssektors, die als defensives Investment gelten. Die Papiere der australischen Telstra gewinnen knapp 2 Prozent, China Mobile rund 0,5 Prozent und die in Tokio gelistete KDDI 1 Prozent.
US-NACHBÖRSE
Mit unerwartet guten Quartalszahlen haben die Aktien von Groupon im nachbörslichen Geschäft deutlich zugelegt. Die Aktie steigerte sich auf nasdaq.com um knapp 18 Prozent. Agilent Technologies gewannen 3 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten, als Analysten erwartet hatten. Dagegen fielen InterOil um 4,5 Prozent, nachdem der Titel bereits im regulären Handel 6,7 Prozent verloren hatte. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass die Regierung von Papua-Neuguinea ein Erdgas-Projekt abgesagt hat.
WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.695,35 -1,0% -125,25
S&P-500 1.338,35 -1,1% -15,04
Nasdaq-Composite 2.902,58 -1,1% -31,24
Nasdaq-100 2.590,28 -1,0% -25,70
Nasdaq-100 After Hours 2.591,28
Vortag
Umsatz (Aktien) 0,80 Mrd 0,78 Mrd
Gewinner 481 1.208
Verlierer 2.607 1.830
Unverändert 77 99
Nach dem kurzen Ausflug der Anlegergedanken in die Risikoabteilung von J.P. Morgan, setzten den US-Märkten zum Wochenstart wieder die altbekannten Griechenland-Sorgen zu. Die anhaltende politische Unsicherheit in dem hochverschuldeten Land und Spekulationen um einen möglichen Austritt der Griechen aus der Eurozone verunsicherten die Börsianer. Konjunkturzykliker und Finanzwerte hatten das Nachsehen. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund vier Monaten und notierte wieder deutlich unter der Marke von 1,29 Dollar. J.P. Morgan Chase bauten ihre Verluste vom Freitag weiter aus und sackten um 3,2 Prozent ab. Nach dem Handelsskandal der Bank rollt bereits der erste Kopf: Die Chefin des sogenannten Investment Office Ina R. Drew muss ihren Hut nehmen. Gegen den Trend des Marktes zogen Yahoo! um 2 Prozent an, nachdem der Vorstandsvorsitzende Scott Thompson am Wochenende von seinem Amt zurückgetreten ist.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 99-23/32 +18/32 1,779% 30-Jährige 101-6/32 +1-16/32 2,940%
Bei den US-Anleihen ging es mit den Eurozone-Sorgen dagegen weiter nach oben. Der "sichere Hafen" der Anleihen war erneut gesucht. Allerdings setzten im späten Handel leichte Gewinnmitnahmen ein, die die Kurse wieder etwas zurückkommen ließen. Die Rendite zehnjähriger Papiere notierte im späten Handel bei 1,79 Prozent. Die Rendite siebenjähriger Papiere fiel im Tagesverlauf sogar auf einen historischen Tiefststand bei 1,17 Prozent zurück.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 10.15 Uhr EUR/USD 1,2827 -0,0% 1,2828 1,28762 EUR/JPY 102,4669 +0,0% 102,4428 103,20947 USD/JPY 79,8970 +0,0% 79,8650 80,1165 USD/KRW 1154,3500 +0,0% 1153,8000 1151,15 USD/CNY 6,3220 +0,2% 6,3220 6,3187 AUD/USD 0,9981 +0,2% 0,9958 0,99801
ROHSTOFFE
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 94,18 94,78 -0,6 -0,6 Brent/ICE 111,05 111,57 0,0 -0,52
Der Ölpreis hat mit den steigenden Bedenken über die globale Konjunkturerholung und Sorgen über das weitere Schicksal der Eurozone erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Öl der Sorte WTI fiel zwischenzeitlich mit 93,82 Dollar auf den niedrigsten Stand seit Dezember. Zum Settlement notierte der WTI-Preis 1,4 Prozent schwächer bei 94,76 Dollar.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.553,70 1.557,10 -0,2% -3,40 Silber (Spot) 28,08 28,16 -0,3% -0,08 Platin (Spot) 1.439,75 1.436,92 +0,2% +2,83 Kupfer-Future 3,53 3,56 -0,7% -0,03
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
AVON
Der Parfum- und Kosmetikhersteller Coty hat seine milliardenschwere Übernahmeofferte für Avon zurückgezogen und sucht nun nach anderen Übernahmemöglichkeiten.
schraubt laut informierten Kreisen im bevorstehenden Börsengang die Angebotsspanne für die Aktien auf 34 bis 38 Dollar von bisher 28 bis 35 Dollar hoch. Das soziale Netzwerk reagiere damit auf die hohe Nachfrage nach seinen Papieren.
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May 15, 2012 01:36 ET (05:36 GMT)
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