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Fels in der Brandung | ||||||||||||||||
| Trotz negativer Realrendite sind Bundesanleihen gefragt. All diejenigen, die noch zu Jahresbeginn von einem zeitnahen Ende der Euro-Schuldenkrise geträumt haben, dürften spätestens nach den Wahlen in Frankreich und vor allem Griechenland aus ihrem Traum erwacht sein. Sowohl die Franzosen als auch die Hellenen haben den Sparkurs abgewählt - und somit die Lage rund um die Schuldenkrise erneut verschärft. Verliert Griechenland den Euro? Vieles deutet derzeit darauf hin, dass eine Regierungsbildung in Griechenland scheitert und daher Neuwahlen drohen. Doch die Zeit drängt. Ende Juni sollten eigentlich rund 31 Milliarden Euro neue Hilfsgelder nach Athen fließen - vorausgesetzt, die geforderten weiteren Sparmaßnahmen werden akzeptiert. Das lehnt jedoch vor allem die linksradikale Partei Syriza ab, die als zweitstärkste Kraft aus den Wahlen hervorgegangen ist. Ein Austritt aus der Eurozone und eine unkontrollierte Staatspleite Griechenlands werden also immer wahrscheinlicher. Die Lage der spanischen Banken hat sich zuletzt ebenfalls erneut zugespitzt. Medienberichten zufolge sind weitere Rücklagen von 35 Milliarden Euro notwendig, um mögliche Ausfälle von Immobilienkrediten zu stemmen. In der Folge kletterten die Renditen zehnjähriger Anleihen wieder über die kritische Marke von 6 Prozent. Trotz einer negativen Realrendite könnten daher auch künftig Bundesanleihen verstärkt nachgefragt werden.
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